Zum Vergleich moderner Massenparteien

von arminnolzen

I. Vorbemerkung
Nach der Konferenz in der „Villa Vigoni“ (26. – 30. März 2014) sah sich das schreibende Subjekt dazu veranlasst, eine Heuristik für den Vergleich moderner Massenparteien zu entwerfen. Es zog einige Intertexte heran, die am Ende dieser Ausführungen aufgelistet sind. Im Förderungsantrag, der dieser Konferenz zugrunde lag, gaben die Antragsteller an, sie wollten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Strukturen moderner Massenparteien herausarbeiten. Wie jedoch vergleicht man eigentlich Parteistrukturen miteinander? Wie wird man dem Problem des Strukturwandels gerecht? Der Vergleich ist eine Methode, die allen human- und sozialwissenschaftlichen Fächern gemeinsam und keine genuin geschichtswissenschaftliche ist. Beim Vergleich gibt es auch keine inhaltlichen Begrenzungen; im Prinzip kann alles mit allem verglichen werden. Jeder Vergleich muss, um wissenschaftlich zu sein, auf methodisch kontrollierte Weise erfolgen. Außerdem sollte man das Problem der wechselseitigen Einflussnahme der Vergleichseinheiten im Blick behalten. Jeder „historische Vergleich“ (Hartmut Kaelble) ist ein Anwendungsfall des wissenschaftlichen Vergleichs. Ich will dies jetzt in vier Punkten verdeutlichen. Zuerst werde ich den „historischen Vergleich“ als Methode vorstellen (II), danach ein allgemeines Konzept zu dessen Umsetzung vorschlagen (III), dieses daraufhin auf den Vergleich moderner Massenparteien beziehen (IV), um mich schließlich möglichen Leistungen einer derartigen Vorgehensweise zuzuwenden (V).

II. Der „historische Vergleich“
In der einschlägigen Literatur zum Thema wird betont, Ziel des „historischen Vergleichs“ sei es, Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten der Vergleichseinheiten zu erfassen, um ihre jeweiligen Spezifika herauszuarbeiten. Wann ein Phänomen „distinkt“, „ähnlich“ oder „gleich“ ist oder wozu wir wissen müssen, weshalb etwas „spezifisch“ ist, wird nicht gesagt. Es fällt auf, dass für den „historischen Vergleich“ keinerlei Erkenntnisinteresse im eigentlichen Sinn genannt wird. Insofern ist es notwendig, ein Bezugsproblem festzulegen, damit die Analyse überhaupt erst beginnen kann. Weil der „historische Vergleich“ eine auf Verallgemeinerung zielende Methode ist, muss auch das Bezugsproblem möglichst allgemein sein. Mit Niklas Luhmann gehe ich davon aus, dass Komplexität das Bezugsproblem bildet. Komplexität heißt, dass es zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte von Gesellschaften, Organisationen und Interaktionen eine unendliche Vielfalt von Möglichkeiten gibt, die mittels spezifischer Mechanismen eingeschränkt werden muss. Der „historische Vergleich“ richtet sich demnach auf die Frage, wie diese Reduktion von Komplexität im Rahmen der jeweiligen Analyseeinheit zustande kommt.

Wie kann man nun den „historischen Vergleich“ mit Bezug auf Komplexität konzeptualisieren? Bislang gibt es zwei Typen des „historischen Vergleichs“, nämlich den genetisch-kausalen und den funktionalen Vergleich. Der genetisch-kausale Vergleich will die Ursachen für historische Prozesse, Strukturen, Mentalitäten oder Ereignisse herausfinden, indem er zwei oder mehrere distinkte Einheiten miteinander vergleicht. Ein Beispiel für ein solches Vorgehen ist Barrington Moores Studie über die sozialen Ursprünge von Diktatur und Demokratie in England, Frankreich, den USA, Japan und China. Der funktionale Vergleich geht von ähnlichen Phänomenen aus und zielt auf verfeinerte Typen- oder Begriffsbildung. Ein Beispiel ist Sven Reichardts Untersuchung zum italienischen Squadrismus und zur deutschen Sturmabteilung (SA), die ein wichtiger Beitrag zur Faschismusforschung ist. Beide Vergleichstypen haben spezifische Probleme. So nimmt etwa der genetisch-kausale Vergleich willkürliche Kausalattributionen vor und hat eine recht einseitige Präferenz für Strukturen. Der funktionale Vergleich hingegen unterschätzt sozialen Wandel und tendiert dazu, den jeweiligen historischen Kontext zu vernachlässigen. Bei einem „historischen Vergleich“, so jedenfalls lautet die hier vertretene These, bedarf es also immer einer Kombination beider Vergleichstypen.

In der vergleichenden Diktaturforschung findet man beide Typen des „historischen Vergleichs“ in der Regel nebeneinander, allerdings in verkürzter und methodisch wenig kontrollierter Form. Beim genetisch-kausalen Vergleich wird in vielen Studien ein- und dasselbe Phänomen über die Gesellschaftsgrenzen hinweg untersucht, und beim funktionalen Vergleich werden ausschließlich Strukturen der Vergleichseinheiten als funktionale Bestandserfordernisse in den Blick genommen (strukturfunktionales Paradigma Robert Mertons). Beide Vorgehensweisen decken nur Grenzfälle ab und funktionieren nur unter den beiden Präsuppositionen, dass Veränderungen in politischen Systemen auch Veränderungen in Gesellschaften bewirken und dass nur Strukturen und deren adaptiver Wandel (intendiert/nichtintendiert) Funktionserfüllung garantieren. Sie erklären weder die Beziehungsarten zwischen den politischen und den anderen Systemen noch, wie Funktionen auch unter Bedingungen beschleunigten Strukturwandels stabil gehalten werden können. Weder ist in der vergleichenden Forschung das gesamte Spektrum der beiden Vergleichsarten ausgenutzt noch lassen sich mögliche Kombinationen erkennen. Stattdessen dominieren „wilde“ Vergleiche, die immer die berechtigte Kritik auf sich ziehen, dass die Untersuchungsphänomene miteinander gleichgesetzt werden.

III. Entwicklung eines eigenen Konzepts
Wie könnten ein „historischer Vergleich“ im Allgemeinen und ein Vergleich zwischen modernen Massenparteien im Speziellen eigentlich aussehen? Zu Beginn ist eine wichtige Voraussetzung zu nennen, über die sich die Forschung zum „historischen Vergleich“ bisher nur wenig Rechenschaft abgelegt hat (wahrscheinlich, weil sie so selbstevident ist, dass man glaubt, darauf verzichten zu können). Der „historische Vergleich“ basiert immer auf einer Äquivalenz der Vergleichsebenen. Parteien sollen mit Parteien, Gesellschaften mit Gesellschaften, soziale Bewegungen mit sozialen Bewegungen und Kulturen mit Kulturen verglichen werden. Niemand käme also auf die Idee, die Französische Revolution mit der bemannten Raumfahrt oder Flussbegradigungen im Mittelalter mit der Geschichte des Fußballs zu vergleichen. In diesen Fällen ist keine sinnvolle Bezugnahme auf Komplexität möglich. Ein solcher Vergleich kann nicht beanspruchen, ein „historischer“ zu sein (was nicht ausschließt, dass es in anderen wissenschaftlichen Fächern für solche Fälle nicht andere Vergleichsmöglichkeiten gibt). Ich möchte für den „historischen Vergleich“, damit er ein methodisch kontrollierter bleibt, drei Forderungen stellen: sein Bezugspunkt ist die Frage, wie die Vergleichseinheiten Komplexität reduzieren, er muss genetisch-kausale und funktionale Aspekte miteinander verbinden und sich an das Postulat der Äquivalenz der Vergleichsebenen halten.

Um ein Vergleichsraster zu konzeptualisieren, das diese drei Forderungen erfüllt, bedarf es der Theorie. Ich nehme meine Theorie aus der Soziologie, und zwar aus einer spezifischen Richtung, die man als operativ-konstruktivistische bezeichnen kann. Hauptkennzeichnen dieser Theorie ist es, dass alle Begriffe, die sie verwendet, keine realistischen, sondern operative sind, also nur im Netzwerk der anderen Begriffe überhaupt verständlich sind. Ich greife dazu, wie eingangs bereits erwähnt, auf Luhmanns Systemtheorie zurück, die selbst wieder eine Vergleichstheorie ist. Um einen „historischen Vergleich“ (den Luhmann selbst nicht kennt) zu konzeptualisieren, entnehme ich der Systemtheorie drei Komponenten: die Vorstellung von der Differenzierung der Ebenen, das Medium „Sinn“, in dem sowohl soziale als auch psychische Systeme prozessieren, und die Differenz zwischen System und Umwelt. Im Rahmen seiner Differenzierungstheorie (die eine dreifache ist) unterscheidet Luhmann Interaktion, Organisation und Gesellschaft als drei Ebenen der Differenzierung, welche drei Formen sozialer Systeme konstituieren. Das Medium „Sinn“ operiert in den vier Dimensionen zeitlich, sachlich, sozial und räumlich (bei Luhmann ist „Raum“ jedoch keine eigene Sinndimension). Den Begriff „System“ setze ich mit genetisch-kausalen, den Begriff „Umwelt“ mit funktionalen Vergleichsaspekten gleich. Kombiniert man diese Aspekte in einer Kreuztabelle, entsteht daraus eine Matrix mit 24 thematischen Bereichen des „historischen Vergleichs“. Diese muss rückgebunden werden an die Referenzebene des Vergleichs, in unserem Fall an „Organisation“ (Massenparteien sind soziale Systeme vom Typus „Organisation“). Vergleichsmatrix 1

Ich kann die Begriffe und die damit einhergehenden inhaltlichen Untersuchungsfelder an dieser Stelle nicht ausführlich erläutern. Sie stammen samt und sonders aus der Systemtheorie, aus der auch diese Matrix entwickelt worden ist (ich praktiziere hier also Einheit von Methode/Vergleich und Theorie/Systemtheorie). Wichtig ist mir, dass diese Matrix einen methodisch kontrollierten Vergleich ermöglicht und damit das kritisierte „wilde“ Vergleichen aufhört (die Allgemeinheit dieser Matrix ergibt sich auch aus dem Sachverhalt, dass man sie für die Ebenen „Gesellschaft“ und „Interaktion“ analog aufbauen kann). „Kontrolliert“ heißt: begründete Unvollständigkeit mit garantierter Anschlussfähigkeit. Wegen der Quellen- und Literaturlage wird der Einzelvergleich meist nur eine Minderheit der 24 Felder abdecken können. Man kann dabei jedoch stets angeben, auf welcher Vergleichsebene man sich gerade befindet (= begründete Unvollständigkeit). Für die historiografische Praxis empfiehlt es sich, Vergleichsaspekte immer aus einer Sinndimension zu entnehmen, dabei aber möglichst alle drei Differenzierungsebenen zu berücksichtigen. So ist ein genetisch-kausaler-funktionaler Vergleich in der Sinndimension „Raum“ vorstellbar, der sich auf insgesamt sechs Felder dieser Matrix bezöge. Nimmt man nun das Bezugsproblem „Komplexität dazu, so wäre die Frage dieser Vergleichsanordnung, wie mehrere Organisationen im räumlichen Sinn Komplexität reduzieren. Einzelfragen könnten sein, wie sie a) das Problem der horizontalen und vertikalen Verflechtung mit anderen Organisationen lösen, b) wie sich ihre interne Hierarchie räumlich konkretisiert oder c) wie die Interaktionsordnung am Wirkungsort konfiguriert ist.

IV. Der Beispielvergleich zwischen modernen Massenparteien
Jetzt binde ich diese Matrix an das Thema „Massenpartei“ zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass deren Vergleich auf der Referenzebene „Gesellschaft“ stattfindet, und zwar im Bereich des „Funktionssystems Politik“. Massenparteien sind soziale Systeme vom Typus „Organisation“, die in besonderer Art und Weise in diesem „Funktionssystem Politik“ agieren. Es stellt ihre primäre Umwelt (Helmut Willke) dar. So findet im Vergleich auch das jeweilige nationale Parteiensystem Berücksichtigung. Auch Einheitsparteien wie NSDAP oder der Partito Nazionale Facista (PNF), denen es bald gelang, die politische Macht im Staate zu monopolisieren, können so miteinander verglichen werden. Dazu habe ich eine Konkretisierung der obigen Matrix entwickelt, die einige abstrakte Bezugsgesichtspunkte aus der Literatur in sich vereinigt. Die einzelnen Punkte müssen wiederum in sich differenziert und an die empirischen Einzelphänomene angepasst werden. Ich möchte hier ein Beispiel geben, das sich auf die Zeitdimension bezieht und der Frage nachgeht, auf welche Weise die Reduktion von Komplexität in den Massenparteien erfolgt. Damit eröffnet sich folgender Fragenhorizont: welchen Stellenwert für die modernen Massenparteien haben ihre Entscheidungen? Welche Routinen entwickeln sie in ihrer Entscheidungspraxis, und wie werden Einzelentscheidungen im zeitlichen Nacheinander miteinander verknüpft? Welche Rolle spielen Gremien in der Entscheidungspraxis und welche Konsequenzen hat dies für die Kollegialität in den Interaktionen? Diese Matrix ist zuerst einmal ein Generator von Fragen, deren Beantwortung immer auch von der Materiallage abhängt. Sie liefert eine Masse von Vergleichsgesichtspunkten, mittels derer der „historische Vergleich“ in Angriff genommen werden kann. Vergleichsmatrix 2

Noch einige Bemerkungen zum eingangs erwähnten Problem der wechselseitigen Beeinflussung der Untersuchungseinheiten, das nur mittels einer transfergeschichtlichen Methodik zu lösen ist. Der vergleichende Historiker muss sich fragen, wie und an welcher Stelle er es in die Darstellung integriert. Dabei geht es um eine Transfergeschichte in zwei Fragerichtungen: die Beeinflussung durch Sozialdemokratie, Zentrum und die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) als den drei frühesten Typen der Massenpartei (Beobachtung erster Ordnung) und die nachträgliche Beeinflussung des Bildes von diesen drei Parteitypen durch andere Massenparteien (Beobachtung zweiter Ordnung). Wir wissen aus neueren Studien um die Übernahme von sozialdemokratischen und katholischen Organisationsprinzipien durch andere Parteien („von der Wiege bis zur Bahre“) und müssen davon ausgehen, dass sich bei Personen, die in anderen Parteien aktiv sind, Prozesse individuellen Lernens abgespielt haben (Sozialisation und Erziehung), die auf ihre eigene Partei durchschlagen (Gedächtnis und Semantik). Die Frage ist nur, wie sich Parteien selbst im Hinblick auf die drei genannten frühesten Parteitypen beobachten. Bei der Beobachtung zweiter Ordnung geht es hingegen darum, welche Interpretationsmuster der anderen Parteien das Bild von den drei frühesten Parteitypen prägen, also um die Persistenz solcher Vorstellungen wie dem Gegensatz von „Oligarchie“ und „Masse“, „Verselbständigung des Führertums“ etc. nach Robert Michels. Beim „historischen Vergleich“ müssen diese Vorstellungen stets kritisch kontrolliert werden, damit kein schiefes Bild entsteht.

V. Zusammenfassung
Zurück zur eingangs gestellten Frage, welche Möglichkeiten ein Vergleich zwischen modernen Massenparteien eröffnen könnte. In der Literatur herrscht ein methodologisches Heilsversprechen („Vergleich als Königsweg“), bei dem dessen Leistungsfähigkeit ins Uferlose ausgedehnt wird. Dagegen ist zu betonen, dass Einzelstudien empirisch immer gehaltvoller sind als „historische Vergleiche“, die aufgrund des Zwangs zur inhaltlichen Abstraktion und der Notwendigkeit zur Konstruktion von Vergleichseinheiten meist auf gedruckte Literatur zurückgreifen. „Historische Vergleiche“ sind historiografisch wesentlich voraussetzungsvoller als Einzelstudien. Sie stellen erstens eine methodische Operation dar, die einer hohen empirischen Sättigung der verglichenen Einzelphänomene bedarf, zielen zweitens auf kontrollierte Unvollständigkeit ab, indem sie sich begründet auf spezielle Punkte der erwähnten Matrix beziehen, und benötigen drittens ein hohes Maß an interdisziplinärem Wissen. Ein „historischer Vergleich“ generiert Relationserkenntnis, wie der Philosoph Alfred Brunswig 1910 schrieb, die Einzelstudie hingegen Substanzerkenntnis. Bei einem Vergleich gehe es nicht um Explanation (kausale Erklärung historischer Phänomene), sondern um Explikation (Präzisierung unscharfer Begriffe durch Relationierung). Die Leistung des „historischen Vergleichs“ liegt in der Konstruktion neuer Begriffe, die die weitere Analyse anleiten sollen; er ist sowohl Vorstufe wie Korrektiv der kausalen Explanation.

Diese Explikation geschieht beim „historischen Vergleich“ durch vier Operationen: erstens die Korrektur der Kausalannahmen von Einzelstudien, die gerade durch die besondere Kombination beider Typen des „historischen Vergleichs“ erreicht wird, bei der ein funktionaler Vergleich als Korrektiv des kausal-genetischen Vergleichs wirkt, zweitens die Bildung neuer Begriffe, die sich nur aus vergleichender Perspektive ergeben, drittens eine Prüfung der Begriffskomplementarität, d.h. der Übertragbarkeit von Begriffen aus dem einen in das andere Untersuchungsfeld (Beispiele wären Sigmund Neumanns Interpretation der Massenparteien als „moderne Integrationsparteien“, aber auch andere gängige Typologien), und viertens die Retrovalidierung oder Retrofalsifikation der benutzten Vergleichstheorie. Meines Erachtens sollte der „historische Vergleich“ erst dann zum Einsatz kommen, wenn die empirische Forschung zu einem Einzelfall so ausgeufert ist, dass sie sich in einer positivistischen Aneinanderreihung von Tatsachen zu erschöpfen droht, die keine Fragen mehr an ihren Gegenstand stellt, sondern mit Leopold von Ranke nur beschreibt, „wie es eigentlich gewesen“ ist. In der Forschung zur Geschichte der NSDAP ist dieser Zeitpunkt bereits erreicht. Wenn eine ähnliche Tendenz bei anderen Massenparteien erkennbar sein sollte, so steht einem methodisch kontrollierten „historischen Vergleich“ nichts mehr im Wege.

Intertexte:

Brunswig, Alfred: Das Vergleichen und die Relationserkenntnis, B. G. Teubner: Leipzig/Berlin 1910

Bühl, Walter L.: Historische Soziologie – Theoreme und Methoden, Lit Verlag: Münster/Hamburg/London 2003

Kaelble, Hartmut: Der historische Vergleich. Eine Einführung zum 19. und 20. Jahrhundert, Campus: Frankfurt am Main/New York 1999

ders./Schriewer, Jürgen (Hg.): Gesellschaften im Vergleich. Forschungen aus Sozial- und Geschichtswissenschaften, Peter Lang: Frankfurt am Main/Bern/Bruxelles/Paris/Wien 1998

dies. (Hg.): Diskurse und Entwicklungspfade. Gesellschaftsvergleich in Geschichts- und Sozialwissenschaften, Campus: Frankfurt am Main/New York 1999

dies. (Hg.): Vergleich und Transfer. Komparatistik in den Sozial-, Geschichts- und Kulturwissenschaften, Campus: Frankfurt am Main/New York 2003

Luhmann, Niklas: Zweckbegriff und Systemrationalität. Über die Funktion von Zwecken in sozialen Systemen, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1973

ders.: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1984

ders.: Protest. Systemtheorie und soziale Bewegungen, hg. u. eingel. v. Kai-Uwe Hellmann, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1996

ders.: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1997

ders.: Organisation und Entscheidung, Westdeutscher Verlag: Opladen/Wiesbaden 2000

ders.: Die Politik der Gesellschaft, hg. v. André Kieserling, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2000

ders.: Politische Soziologie, hg. v. André Kieserling, Suhrkamp: Berlin 2010

Luhmann-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, hg. v. Oliver Jahraus, Armin Nassehi, Mario Grizelj, Irmhild Saake, Christian Kirchmeier u. Julian Müller, Metzler: Stuttgart/Weimar 2012

Merton, Robert K.: Soziologische Theorie und soziale Struktur, hg. u. eingel. v. Volker Meja u. Nico Stehr, Walter de Gruyter: Berlin/New York 1995

Michels, Robert: Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens. Neudruck der zweiten Aufl., hg. u. m. einem Nachw. vers. v. Werner Conze, Alfred Kroener: Stuttgart 1970 [ursprgl. erschienen: Werner Klinkhardt: Leipzig 1911]

Moore, Barrington: Soziale Ursprünge von Diktatur und Demokratie. Die Rolle der Grundbesitzer und Bauern bei der Entstehung der modernen Welt, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1969

Neumann, Sigmund: Die Parteien der Weimarer Republik. Mit einer Einführung von Karl Dietrich Bracher, 2. Aufl., W. Kohlhammer: Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1970 [ursprgl. erschienen: 1965; Erstauflage als „Die deutschen Parteien. Wesen und Wandel nach dem Kriege, Junker&Dünnhaupt: Berlin 1932“]

Reichardt, Sven: Faschistische Kampfbünde: Gewalt und Gemeinschaft im italienischen Squadrismus und in der deutschen SA, Böhlau: Köln/Weimar/Wien 2002

Schmiechen-Ackermann, Detlef: Diktaturen im Vergleich, WBG: Darmstadt 2002

Willke, Helmut: Ironie des Staates. Grundlinien einer Staatstheorie polyzentrischer Gesellschaft, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1992

ders.: Systemtheorie, 3. überarb. Aufl., Gustav Fischer: Stuttgart/New York 1993 [ursprgl. erschienen: 1991]

ders.: Systemtheorie II. Interventionstheorie. Grundzüge einer Theorie der Intervention in komplexe Systeme, 3., bearb. Aufl., Lucius&Lucius: Stuttgart 1999 [ursprgl. erschienen: 1994]

ders.: Systemtheorie III. Steuerungstheorie. Grundzüge einer Theorie der Steuerung komplexer Sozialsysteme, 3. Aufl., Lucius&Lucius: Stuttgart 2001 [ursprgl. erschienen: 1995]

Wimmer, Hannes: Evolution der Politik. Von der Stammesgesellschaft zur modernen Demokratie, WUV-Universitätsverlag: Wien 1996

ders.: Die Modernisierung politischer Systeme. Staat – Parteien – Öffentlichkeit, Böhlau: Wien/Köln/Weimar 2000