Die Reisen des Historikers III

von arminnolzen

Göttingen, 24. September 2014

Und wieder einmal war es Zeit für eine Reise zum zweijährlich stattfindenden Historikertag, und zwar zu dessen 50. (Jubiläums)Auflage, als deren Schauplatz die Universitätsstadt Göttingen auserkoren war. Zum zweiten Male nach 2008 in Dresden trat ich mit einem eigenen Vortrag auf, dessen Zustandekommen eher zufällig war. Ich hatte bei einer Konferenz in Gelsenkirchen im September 2013 Daniel Siemens kennengelernt, der seinerzeit am Londoner University College lehrte und bislang mit einer wichtigen Monografie über die Gerichtsreportage in der Weimarer Zeit, einer Biografie über den Angehörigen der Berliner Sturmabteilung (SA) Horst Wessel und der Edition eines autobiografischen Textes derselben Person hervorgetreten ist (Siemens 2007 u. 2009; Gailus/Siemens 2011). Daniel erzählte mir, er habe bei seinen diversen Archivreisen gutes Material zur Beteiligung der SA an der NS-Siedlungspolitik in den eroberten Gebieten gefunden. Er regte an, gemeinsam mit Gerhard Wolf (Sussex), der mir ebenfalls seit langem gut bekannt ist, eine Sektion für den Historikertag zu beantragen und fragte mich, ob ich mir eine Beteiligung vorstellen könnte. Ich bejahte, und er und Gerhard kümmerten sich um das weitere Vorgehen.

Wenig später erhielt ich bereits eine mail, um Ziele und Inhalte der Sektion und meinen eigenen Vortragstitel festzuklopfen. Ich bot an, etwas über die „volksdeutschen“ Organisationen in einigen der vom NS-Regime seit 1938/39 eroberten Gebiete und über ihr Verhältnis zur NSDAP zu schreiben. Neben Daniel und Gerhard, der eine Synthese der „Deutschen Volksliste“ im besetzten Polen zu geben beabsichtigte, erklärte sich auch Alexa Stiller (Bern) zur Mitwirkung bereit. Sie arbeitet momentan an einer Dissertation über Heinrich Himmler und das Reichskommissariat für die Festigung deutschen Volkstums (RKF), war also für das angedachte Thema ebenfalls einschlägig. Es bot sich an, an die Dresdener Sektion anzuknüpfen, wo der Begriff „Volksgemeinschaft“ und dessen heuristisches Potenzial für eine Analyse des NS-Regimes im Zentrum gestanden hatten (Bajohr/Wildt 2009). Die Chancen, eine solche Sektion genehmigt zu bekommen, waren gut, denn Daniel und Gerhard lehrten seinerzeit beide in Großbritannien, dem Partnerland des 50. Historikertages. Sie entwarfen, in enger Abstimmung mit den vorgesehenen Rednern, ein abstract, welches sie zur Genehmigung einreichten. Es dauerte nicht allzu lange, und der erhoffte positive Bescheid erfolgte.

Nachdem Susanne Heim (München) als Leiterin der Sektion und Michael Wildt (Berlin) als deren Kommentator gewonnen worden waren, legten die Organisatoren des Historikertages noch Veranstaltungstermin und -raum fest. Das endgültige Programm stellte sich wie folgt dar:

Sektionsprogramm „Lebensraum und Volksgemeinschaft“,
Mittwoch, den 24. September 2014, 15.15 Uhr – 18.00 Uhr

Susanne Heim, München
Moderation, Einführung

Daniel Siemens, Bielefeld
Schwert und Pflug: Die Ansiedlung von SA-Männern in den eroberten Ostgebieten, 1938-1944

Armin Nolzen, Warburg
Organisierte „Volksgemeinschaft“: Volksdeutsche Sammlungsbewegungen als Vorfeldorganisationen der NSDAP, 1933/34-1941/42

Gerhard Wolf, Sussex
„Volksgemeinschaft“ ohne Grenzen: Die besetzten westpolnischen Gebiete als Experimentierfeld

Alexa Stiller, Bern
„Menscheneinsatz“ und „Volksgemeinschaft“. Die Siedlungspolitik und -praxis des Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums

Michael Wildt, Berlin
Kommentar

Folgendes abstract, das auch im offiziellen Programmheft des Historikertages veröffentlicht wurde, lag der Sektion zugrunde: „Seit einigen Jahren wird in der Geschichtswissenschaft intensiv über die Reichweite und den analytischen Mehrwert des Konzepts der nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘ debattiert. Unbestritten ist dabei, dass dieses Ideal, verstanden als ethnisch und politisch homogene Gemeinschaft, bei vielen Deutschen zwischen 1933 und 1945 breiten Anklang fand. Unbestritten ist auch, dass damit Energien freigesetzt wurden, welche die destruktiven Potentiale des NS-Regimes erst voll zur Entfaltung brachten. In der bisherigen Forschung ist dies jedoch vor allem an Ein- und Ausschließungsprozessen innerhalb des Deutschen Reiches untersucht worden. Was dabei verlorenzugehen droht sind die Radikalisierungsimpulse für die deutsche Besatzungs- und Germanisierungspolitik, vor allem in Osteuropa. Hier setzen die Beiträge dieses Panels an. Von der Prämisse ausgehend, dass der nationalsozialistische Drang nach ,Lebensraum‘ immer schon eine konkrete Vorstellung von Gemeinschaft implizierte und nicht unabhängig von dieser zu untersuchen ist, nehmen sie die Akteure des Regimes in den Blick, die an zentraler Stelle die Ausweitung der ,Volksgemeinschaft‘ auf die besetzten Gebiete jenseits der Reichsgrenzen vorantrieben. Besonders wichtig ist es uns, die Verschränkungen zwischen der täglichen Praxis der Besetzungsherrschaft und den zugrundliegenden utopischen Zielvorstellungen eines ,großgermanischen Reiches deutscher Nation‘ herauszuarbeiten. Die Vorträge dieses Panels zeigen insgesamt die hohe Bedeutung einer volksgemeinschaftlich ausgerichteten Germanisierungspolitik im ,Dritten Reich‘, und zwar in doppelter Perspektive: sie fungierte sowohl als Erfahrungs- wie Erwartungsraum (Reinhart Koselleck) der Zeitgenossen wie auch als verbindendes Glied zwischen Innen- und Außenpolitik, die im Hinblick auf das NS-Regime stets zusammengedacht werden müssen. Damit leistet dieses Panel nicht zuletzt auch einen Beitrag zur bislang erst rudimentären Historisierung dieses Verhältnisses“.

Ich begann bereits im Frühjahr 2014 damit, systematisch über meinen Vortrag nachzudenken. In einer ersten Fassung versuchte ich, das Thema möglichst umfassend zu behandeln. Nachdem mir aber mitgeteilt wurde, dass für den Vortrag nur 20 Minuten zu veranschlagen sein würden, weil mehr Wert auf die Diskussion mit dem Publikum gelegt werden sollte, musste ich umdisponieren und das ursprüngliche Konzept auf wenige Beispiele eindampfen. Ich schrieb einen Vortrag, der sich mit den „volksdeutschen“ Vorfeldorganisationen der NSDAP im Generalgouvernement, in Lothringen und in der Untersteiermark im Zweiten Weltkrieg befasste. Zusätzliches Augenmerk legte ich auf die Entwicklung vor der „Saarabstimmung“ am 13. Januar 1935, die ich als Vorbild für die spätere Erfassung von „Volksdeutschen“ durch die NSDAP erachtete. Anhand meiner drei Beispiele schilderte ich schließlich, wie die Eignung jedes „Volksdeutschen“ vor der Aufnahme in eine der Vorfeldorganisationen der NSDAP individuell geprüft wurde und welche sozialen und materiellen Vorteile aus einer Mitgliedschaft resultierten (VortragstextHistorikertag). Nach und nach übersandten sich die Referenten ihre Textentwürfe gegenseitig, um die Sektion so besser aufeinander abzustimmen. Auch Michael Wildt erhielt sie rechtzeitig für seinen Kommentar.

Irgendwann fiel mir dann ein, dass ich mich noch gar nicht für den Historikertag registriert hatte. Wie es seit einiger Zeit üblich ist (wenn ich mich recht zurückerinnere, seit Halle 1996), bedurfte es auch dieses Mal wieder einer solchen Prozedur. Ich muss mich korrigieren: es bedurfte formal immer einer Registrierung, aber vorher hatte niemand überprüft, ob ein Teilnehmer/Zuhörer überhaupt akkreditiert war, und jeder, der sich für spezifische Themen interessierte, konnte sich unbehelligt von Sicherheitsbediensteten, Ordnern oder sonstigem Personal in die Katakomben der jeweiligen Hörsäle begeben (im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies auch in Göttingen der Fall war, weil niemand kontrollierte). Ich registrierte mich online, was auch unproblematisch war, allerdings nur bis zum letzten Schritt. Bevor ich alles abschließen konnte, musste ich den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ zustimmen, worunter Folgendes zu lesen war: „Ich akzeptiere die Stornobedingungen und erkläre mich mit der hier beschriebener [sic!] Anfertigung von Film-, Ton- und Fotoaufnahmen.‘ einverstanden“. Und unter dem Link „,hier beschriebener [sic!] Anfertigung von Film-, Ton- und Fotoaufnahmen.‘“ fand sich folgender Text: „Der Historikertag ist eine öffentliche Veranstaltung. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. ist bestrebt, Foren für den fachlichen Austausch des Faches zu schaffen und die Geschichtswissenschaft in die Öffentlichkeit zu tragen. Einzelne Sektionen werden dazu per Live-Stream ins Internet übertragen. Zudem werden sowohl im Rahmen der allgemeinen Medienberichterstattung als auch der redaktionellen Arbeit des VHD Film-, Ton- und Fotoaufnahmen gemacht. Mit der Teilnahme am Historikertag räumen Sie dem VHD das Recht ein, entsprechende Aufnahmen im Rahmen der redaktionellen Arbeit zu verwenden. Sollten Sie Einwände haben, weisen Sie die Kamerateams und Fotografen vor Ort darauf hin“.

Natürlich war es nicht möglich, sich zu registrieren, ohne diesem Passus zuzustimmen. Ich fragte mich aber sogleich, was wohl passieren würde, wenn ich von der Möglichkeit Gebrauch machte, die Kamerateams und Fotografen vor Ort darauf hinzuweisen, dass ich mit ihren Aufnahmen meines Vortrages nicht einverstanden bin. Bald erhielt diese Frage dann eine neue Dynamik. Ende August informierte mich Daniel per mail darüber, dass sich das Historikertags-Komitee mit der Bitte an ihn gewandt habe, die Sektion streamen und später als logfile ins Internet stellen zu dürfen. Die Beteiligten sollten sich binnen einer Woche dazu erklären. Ich schrieb sofort zurück, dass ich grundsätzlich gegen ein solches Vorgehen sei, mich aber der Mehrheitsmeinung der Sektionsteilnehmer anschlösse (wie sie auch ausfalle). Nach einer längeren, elektronisch geführten Diskussion stimmten wir dem streaming zuerst einmal zu, behielten uns aber vor, die entsprechenden Dateien sofort wieder löschen zu lassen, also keine logfiles zu produzieren. Unser Ansprechpartner beim Historikertags-Komitee hatte dagegen nichts einzuwenden.

Am 24. September reiste ich dann morgens nach Göttingen und holte meinen Teilnehmerausweis und die mittlerweile obligatorische Verlagstasche beim Tagungsbüro ab. Danach besuchte ich eine interessante Kurzsektion über Nutzen und Nachteile der Emotionengeschichte (Ute Frevert, Valentin Groebner, Frank Bösch, Dorothee Wierling, Lyndal Roper und Benno Gammerl), die eher wie eine Podiumsdiskussion wirkte, aber nichtsdestotrotz einige interessante Einblicke in die Anwendung emotionengeschichtlicher Konzepte gab und deren unausgesprochener Mittelpunkt das wichtige wissenschaftsgeschichtliche Buch von Jan Plamper (2012) war. Die Kurzsektion fand in demselben Hörsaal statt, in dem wenige Stunden später von „Volksgemeinschaft und Lebensraum“ die Rede sein würde. In der Mittagspause ging ich dann zum Empfang des Verlages Vandenhoeck&Ruprecht, wo die Anwesenden gut verpflegt wurden und sich gleich schon erste Gespräche mit alten Bekannten ergaben, die ich dort traf. Ohnehin ein wichtiges Kennzeichen des Historikertages: das Wiedersehen und Sprechen mit denjenigen Personen, die den eigenen wissenschaftlichen Weg gekreuzt haben, sei es im Studium, sei es auf Konferenzen oder als Zaungäste bei anderen öffentlichen Veranstaltungen. Wie werden die Historiker der kommenden Generationen, die einmal über die Geschichte der Historikertage arbeiten, der Bedeutung dieser Interaktionen methodisch Herr werden?

Als ich dann eine halbe Stunde vor Beginn unserer eigenen Sektion in den Hörsaal kam, lagen die Erklärungen der Teilnehmer, wonach sie dem streaming zustimmen, vorbereitet auf dem Tisch, und einige Hilfskräfte des Historiker-Komitees bemühten sich darum, die Unterschriften der Referenten, die nach und nach eintrafen, einzusammeln. Erst eine Minute vor Beginn einigten wir uns darauf, das streaming doch zu untersagen, und die technischen Gerätschaften, die dafür vorgesehen waren, wurden kurzerhand abgestellt (eine für die Freiheit der wissenschaftlichen Diskussion m.E. sehr förderliche Maßnahme). Danach begann die Sektion. Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung des ersten Referenten durch Susanne Heim trug Daniel sein Papier vor. Im Mittelpunkt standen die Pläne der Obersten SA-Führung, SA-Männer in den eroberten Ostgebieten anzusiedeln und dort einen Beitrag zur Etablierung einer „rassisch homogenen Volksgemeinschaft“ zu leisten. Danach kam ich selbst an die Reihe, dann Gerhard, der sich der entscheidenden Rolle der Zivilverwaltung im „Reichsgau“ Wartheland bei der Eintragung der „Volksdeutschen“ in die „Deutsche Volksliste“ widmete. Alexa legte den Akzent ihres Vortrages auf den „Menscheneinsatz“, also die Ansiedlung „Volksdeutscher“ durch den RKF-Archipel, und betonte hierbei insbesondere die Bedeutung des Raumes. Sie war die einzige Referentin, die in Ansätzen auf den Begriff „Lebensraum“ einging, der im Titel des Panels stand.

Michael Wildt resümierte in seinem Kommentar die einzelnen Papiere und legte dabei auf drei Aspekte besonderen Wert, die er als Fragen an die Referenten zurückgab (wie berücksichtigt ihr die europäische Dimension und die Zeit vor 1933, wie wurden Fragen der Zugehörigkeit der „Volksdeutschen“ in den besetzten Gebieten verhandelt und mittels welcher Praktiken wurde Zugehörigkeit geregelt?). Auf eine erste Antwortrunde, bei der insbesondere das Problem der Transnationalität und die Temporalität von Zugehörigkeit im Mittelpunkt standen, folgten die Fragen aus dem Publikum, die sich insbesondere auf die Unterschiede zwischen der Herstellung von „Volksgemeinschaft“ im „Altreich“ und in den besetzten Gebieten bezogen (symmetrische Aushandlungsprozesse versus asymmetrische Herrschaftsprozesse von Detlef Schmiechen-Ackermann; Umkehrungsverhältnisse zwischen Inklusion und Exklusion von Hannah Ahlheim; Stellenwert von „Rasse“ bei den Selektionen der „Volksdeutschen“ von Karola Fings). Für die Antworten blieben leider nur noch 15 Minuten; da ist die Nachmittagssektion des Historikertags, die eine Stunde kürzer als die Vormittagssektion ist, deutlich im Nachteil. Ich beantwortete zwei Sachfragen zum Staatsangehörigkeitsverfahren für die „Volksdeutschen“ im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren und zum Steirischen Heimatbund und meldete danach mein Unbehagen betreffend des Begriffs „Aushandlungsprozesse“ an, den Bernhard Gotto und Martina Steber kürzlich stark gemacht haben (Volksgemeinschaft 2014: 436, 441). Es sei besser, mit Niklas Luhmann von Verfahren als spezifische Interaktionen zu sprechen (Luhmann 1975 u. 1983) und, davon ausgehend, die verschiedenen Interaktionen, etwa die „rassischen Musterungen“ oder aber die Kommissionssitzungen der „Deutschen Volksliste“, zu analysieren.

Was bleibt von dieser Sektion, auch und gerade im Vergleich mit Dresden 2008? Generell scheint mir die Heftigkeit, mit der damals über „Volksgemeinschaft“ diskutiert worden ist (Mühlenfeld 2013; Steuwer 2013), etwas abgeflaut zu sein. Widerspruch gegen das Konzept war nicht mehr zu hören; die Kritiker blieben der Sektion, die ohnehin mit 60-70 Zuhörern eher mäßig besucht war, fern. Die Frage der Konzeptualisierung von „Volksgemeinschaft“ für die NS-Forschung, der ich in den letzten Monaten einige Aufmerksamkeit gewidmet (Nolzen 2013 u. 2014) und auf die ich mich auch dieses Mal intensiv vorbereitet habe, wurde gar nicht thematisiert. Entweder ist das Paradigma (wenn man es so nennen will) „Volksgemeinschaft“ mittlerweile im mainstream der Forschung angekommen, oder (das ist meine Vermutung) unter den Diskutanten herrscht eine gewisse Erschlaffung vor. Das Problem aber bleibt. Inwieweit ist „Volksgemeinschaft“ mehr als ein Wort oder ein „Konstrukt“, wie es Alexa stets nannte? Ist es möglich, das Wort als Begriff der NS-Forschung zu etablieren und wenn ja, wie? Darauf wird hier unter der Rubrik „Arbeit an Begriffen“ noch zurückzukommen sein.

Referenzen

Bajohr, Frank/Wildt, Michael (Hg.): Volksgemeinschaft. Neue Forschungen zur Gesellschaft des Nationalsozialismus, Fischer Taschenbuch Verlag: Frankfurt am Main 2009

Gailus, Manfred/Siemens, Daniel (Hg.): „Hass und Begeisterung bilden Spalier“. Die politische Autobiografie von Horst Wessel, bebra Verlag: Berlin 2011

Luhmann, Niklas: Legitimation durch Verfahren, 2. Aufl., Luchterhand: Neuwied/Berlin 1975 [ursprgl. erschienen: 1969]

ders.: Rechtssoziologie, 2., erw. Aufl., Westdeutscher Verlag: Opladen 1983 [ursprgl. als Taschenbuch in 2 Bde. erschienen bei Rowohlt: Reinbek bei Hamburg 1972]

Mühlenfeld, Daniel: Vom Nutzen und Nachteil der „Volksgemeinschaft” für die Zeitgeschichte. Neuere Debatten und Forschungen zur gesellschaftlichen Verfasstheit des „Dritten Reiches“, in: Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Gesellschaftspolitik 36 (2013), H. 66, S. 72-105

Nolzen, Armin: Nationalsozialismus und ›Volksgemeinschaft‹. Plädoyer für eine operative Semantik, in: von Reeken, Dietmar/Thießen, Malte: ›Volksgemeinschaft‹ als soziale Praxis. Neue Forschungen zur NS-Gesellschaft vor Ort, Schöningh: Paderborn/München/Wien/Zürich 2013, S. 51-63

ders.: The Nazi Party’s Operational Codes after 1933, in: Gotto, Bernhard/Steber, Martina (eds.): Visions of Community in Nazi Germany: Social Engineering and Private Lives, Oxford University Press: Oxford 2014, pp. 87-100

Plamper, Jan: Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionengeschichte, Siedler: München 2012

Siemens, Daniel: Metropole und Verbrechen. Die Gerichtsreportage in Berlin, Paris und Chicago 1919-1933, Franz Steiner: Stuttgart 2007

ders.: Horst Wessel. Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten, Siedler: München 2009

Steuwer, Janosch: Was meint und nützt das Sprechen von der „Volksgemeinschaft“? Neuere Literatur zur Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, in: Archiv für Sozialgeschichte 53 (2013), S. 487-534

Volksgemeinschaft und die Gesellschaftsgeschichte des NS-Regimes, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 62 (2014), S. 433-467