Die Ideosphären, vierter Versuch

von arminnolzen

Die Ideosphären, das sind nach Roland Barthes gesellschaftliche Räume, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden. Diese sind für den Historiker in der Regel nur als schriftliche oder verschriftlichte Produkte rekonstruierbar, die in spezifischen Situationen entstanden sind und auf eine besondere, nichtkontingente Art und Weise tradiert und reproduziert werden. Bisher standen Genese, Inhalte und Diffusion einer genuin nationalsozialistischen Ideosphäre im Zentrum meines Interesses; in den folgenden Einträgen geht es hingegen eher um deren Funktionen und Wirkungsweisen. Am Anfang steht ein Passus aus dem zweiten Teil von Barthes‘ Vorlesung am Collège de France vom 25. März 1978: „Das Problem liegt nicht darin, »für« oder »gegen« die von der Ideosphäre transportierten oder suggerierten oder »durchgekauten« Ideen zu sein, sondern denjenigen Grad von Nähe und Distanz abzuschätzen, in dem man zu dem Kleister steht, der dieses sprachliche System zusammenhält → es liegt darin, sich nicht selbst zum Sprecher dieses Systems (sondern nur zum Hörer, selbst wenn er von ihm fasziniert wäre) beziehungsweise ganz allmählich zu seinem Nutzer zu machen → die Ideosphäre wird (von den anderen, die vollständig in sie eingebettet sind, als ein (Seelen-)Zustand, als pathos wahrgenommen und empfunden. Daher der (keineswegs lächerliche) Vergleich des von einer Ideosphäre getragenen Subjekts mit einem Subjekt, das unter Drogeneinfluß steht oder sich in einem manischen Zustand befindet, der mir sehr fern liegt“ (Barthes 2005: 157).

Barthes unterscheidet hier zwischen Subjekten, Hörern und Nutzern jenes sprachlichen Systems, das er als „Ideosphäre“ bezeichnet. Einige Gedanken zu diesen drei Aspekten: Das Subjekt der Ideosphäre befindet sich in einem Seelenzustand, den er als „pathos“ kennzeichnet. In der Rhetorik der griechischen Antike bedeutet „pathos“ so viel wie Leidenschaft und ist neben „ethos“ und „logos“ eines der insgesamt drei Mittel, mit denen ein Redner seine Zuhörer zu überzeugen versucht (Meyer-Kalkus 1989). Bei Barthes wird das „pathos“ zu einem (affektiv grundierten) körperlichen und seelischen Zustand, der, wie er an anderer Stelle ausführt, „die stärkste Minimalexistenz“ ist (Barthes 2005: 138). „Pathos“ wiederum könne sowohl positiv wie negativ sein; im Zusammenhang mit einer Ideosphäre ist es eindeutig Letzeres. Zweifelsohne ist dieser „Seelenzustand“ auch für den Nationalsozialismus relevant. Beschäftigt man sich näher damit, so stößt man unweigerlich auf das Thema „Emotion“.

Der Appell der NSDAP an die Emotionen war bereits den Zeitgenossen aufgefallen. Im Jahre 1924, gleich nach dem gescheiterten Putschversuch Adolf Hitlers, schrieb Emil Julius Gumbel, einer der frühesten und unerschrockensten Kämpfer gegen die „völkische Bewegung“ die folgenden Sätze: „Der Nationalsozialismus ist nur gefühlsmäßig verständlich. Er widerspricht schon den primitivsten rationalen Ansprüchen. Er ist eine Leidenschaft, entstanden aus der wirtschaftlichen Not und der dadurch herbeigeführten seelischen Verbitterung. Mit den Formen einer realen Politik hat er nichts zu tun. Sein ganzes Vorstellungsbild entstammt der Romantik. Die Idee eines rassereinen Staates läßt sich natürlich unmöglich in der Praxis durchführen, und die diesbezüglichen Forderungen sind natürlich Phrasen, aber sie finden in der Jugend Anhang. Von solchen Ideen führt natürlich ein direkter Weg zur Realisierung, Angriffen auf jüdische Personen auf der Straße, Zerstörung von Zeitungen usw., denn dieses Niveau entspricht den niedrigsten, gewalttätigsten Instinkten“ (Gumbel 1924: 177 f.; allgemein Jansen 1991). Das „pathos“ kehrt hier in der Gestalt einer spezifisch romantischen Praxis wieder, aus der sich etwa die radikale antijüdische Gewalt der Nationalsozialisten auf der Straße speiste. Nach Gumbel entstand aus diesen Praktiken übrigens sofort schon Gefolgschaft.

Das Thema „Geschichte und Emotion“, das in den letzten Jahren durchaus en vogue ist (dazu Plamper 2012: 11-50), ist an der NS-Forschung bislang eher vorbeigegangen. Zwar gibt es inzwischen einige Ansätze zu empirischen Analysen (Klimó/Rolf 2006: 153-218; Geschichte 2013) sowie den Versuch, dem Nationalsozialismus mittels einer „Affektlogik“ zu analysieren (Endert 2006: 185-282; Ciompi/Endert 2011: 45-98). In der Debatte über „Volksgemeinschaft“ ist zumindest ansatzweise darüber gestritten worden, inwieweit diese „soziale Verheißung“ auch gefühlsmäßige Energien mobilisiert hat (zusammenfassend Mühlenfeld 2013; Steuwer 2013). All dies geschah aber immer im Hinblick auf ein Sender-Empfänger-Modell: auf der einen Seite die einpeitschenden Reden führender Nationalsozialisten, auf der anderen Seite eine mobilisierte und enthusiasmierte Menge. Emotionen sind dabei immer als etwas Manipulatives gedacht worden, als Einbahnstraße, der eine in der NS-Forschung lange vertretene Dichotomie von „Herrschaft“ und „Gesellschaft“ entspricht.

Mit Barthes muss man eher davon ausgehen, dass das „pathos“ zirkulär mit der Entstehung einer spezifischen Ideosphäre verbunden ist und die historiografische Trennung zwischen „Sender“ und „Empfänger“ eigentlich gegenstandslos ist. Vielmehr existiert eine Art kybernetischer Kreislauf, bei dem psychische Systeme, durch Störungen aus ihrer Umwelt angeregt, Ordnung (hier: Emotion) aufbauen (Baecker 1993: 37-40). Und dies gilt für beide Seiten gleichermaßen, „Sender“ wie Empfänger“. Das Subjekt der Ideosphäre wird zwangsläufig pathetisch, und wer einmal eine öffentliche Rede aus der Zeit nach 1933 gehört hat, ob auf Schallplatte oder in einer aus Wochenschau-Berichten zusammengestellten Dokumentation, wird sich an einen seltsamen, in der heutigen Zeit unüblichen, wenn nicht befremdlichen Tonfall erinnern. Jedenfalls verweist die zirkuläre Verbindung von „Ideosphäre“ und „pathos“ auf einen in der NS-Forschung bislang eher vernachlässigten Aspekt. Um die Bereitschaft vieler Deutscher, dem Nationalsozialismus zu folgen, zu verstehen, man muss man rekonstruieren, wie gesprochen wurde.

Damit ist zugleich die Brücke zum Hörer der Ideosphäre geschlagen; dem zweiten von Barthes erwähnten Aspekt. Eine „Geschichte des Hörens“ wird seit mehreren Jahren verstärkt postuliert (Morat 2011; in Ansätzen Geisthövel/Mrozek 2014). In der NS-Forschung ist Carolyn Birdsall mit ihrer beeindruckenden Studie „Nazi Soundscapes“ (2012) am weitesten in diese Richtung gegangen, wenngleich bei ihren Beispielen für Klangräume – die NS-Gedenkfeiern für Albert Leo Schlageter, der rheinische Karneval, der Radioempfang und die Luftsirenen in Düsseldorf sowie der Einsatz der Musik in Filmen Walter Ruttmanns – die visuellen Elemente die auditiven dominieren. Immerhin hat Birdsall einen Anfang gemacht, um eine Geschichte des Hörens im Nationalsozialismus in Angriff nehmen zu können. Das Themenfeld ist unbegrenzt. Bislang am intensivsten erforscht ist der so genannte Gemeinschaftsempfang einer Radiosendung. Bei dieser Gelegenheit kamen spezifische Gruppen (eine „Betriebsgemeinschaft“, eine NSDAP-Ortsgruppe, eine Zelle der NS-Frauenschaft oder eine Kameradschaft der Hitler-Jugend) an einem festen Ort zusammen, um einer Radioübertragung zu lauschen (Schmitz-Berning 1998: 262).

Für den Radioempfang auf dem Lande hat Florian Cebulla (2004: 83) ein Steigerungsverhältnis von Individualisierung und Vergemeinschaftung nachgewiesen. Der Radiokonsum stieg generell an, und mit der immer weiteren Verbreitung von Radiogeräten ergaben sich auch immer mehr Möglichkeiten individuellen Rundfunkempfangs. Dennoch dominiert in solchen Forschungen immer noch ein Paradigma der Disziplinierung, das heißt, der „Gemeinschaftsempfang“ wird als Möglichkeit des NS-Regimes gesehen, die Hörgewohnheiten zu vereinheitlichen und zu lenken. Die je individuelle Aneignung von gesendeten Inhalten ist bislang jedoch noch wenig erforscht. Dazu bedarf es einer ausführlichen Analyse der in der Weimarer Republik etablierten Diskurse, also 1. des „völkisch“-pangermanischen, 2. des religiös-metaphysischen, 3. des marxistisch-utopischen, 4. des liberal-demokratischen, 5. des naturwissenschaftlich-technizistischen, 6. des geisteswissenschaftlich-idealistischen, 7. des avantgardistisch-konstruktivistischen, 8. des humanwissenschaftlich-sozialtherapeutischen, 9. des ökonomisch-rationalistischen und 10. des feministisch-emanzipatorischen. Daneben muss die NS-Forschung auch die situativen Aspekte des Hörens dieser Diskurse berücksichtigen, die je individuelle Sozialisationsgeschichte der Hörer und die technischen Gegebenheiten der Übertragungen. Cornelia Epping-Jäger (2003a-b, 2005 u. 2006) hat Letzteres in das Konzept eines „Dispositivs Laut-Sprecher“ gefasst, worunter sie primär den Stellenwert des Lautsprechers bei der öffentlichen Übertragung von Hitler-Reden subsummiert. Für eine Geschichte des Hörens müsste dieses Dispositiv ausgeweitet werden: es geht um das Dispositiv „Empfänger“, verstanden als Einheit von Körper/psychischem System, technischem Arrangement, Sprache und Zeichen (anregend dazu Kittler 2013).

Von dort führt der Weg auch direkt zum Nutzer der Ideosphäre. In der oben zitierten Passage schlägt Barthes vor, der Ideosphäre zu entkommen, indem man sich von der Sprecherposition fernhält und sich zu einem Nutzer der Sprache macht. Und diese „nutzen“ heißt bei ihm, wie er es in einem Zeitschrifteninterview vom Dezember 1978 und an vielen anderen Stellen seines Werkes ausgedrückt hat, die Sprache zu subvertieren, das heißt „einen Konformismus, eine bestehende Denkweise zu unterlaufen und sie etwas zu verschieben (Barthes 2002: 345; allgemein Ette 2002: 346-351). Der Nutzer der NS-Ideosphäre, das ist demzufolge derjenige, der auf subversive Art und Weise Widerstand leistet. Dabei geht es nicht um aktiven, das NS-Regime umstürzenden Widerstand. Vielmehr ist ein Themenfeld eröffnet, das vor allen Dingen in den Literaturwissenschaften als „verdeckte Schreibweise“ (Rotermund/Ehrke-Rotermund 1999) bezeichnet wird und zum Bereich der „inneren Emigration“ gehört (Marks-Hanßen 2006). Die Frage ist jedoch, ob es überhaupt so etwas wie eine „innere Emigration“ gab (zur Kritik etwa Arendt 2011: 221 f.) oder ob dies nicht nur ein apologetisches Nachkriegskonstrukt der vielen Mitläufer unter den Intellektuellen und Halb-Intellektuellen war.

Einer der Heroen der „inneren Emigration“, von dem auch der Begriff „verdeckte Schreibweise“ stammt, war der Journalist Dolf Sternberger, der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg durch das „Wörterbuch des Unmenschen“ erste Berühmtheit erlangte (Sternberger/Storz/Süskind 1957; Dodd 2007) und später als Politikwissenschaftler reüssierte. Sternberger gilt, ähnlich wie Victor Klemperer, als Verfechter einer zeitgenössischen Sprachkritik am NS-Staat, der allerdings, im Unterschied zu dem Dresdner Romanisten, der als Jude von allen Publikationsmöglichkeiten ausgeschlossen war, bis in den Zweiten Weltkrieg kontinuierlich in der „Frankfurter Zeitung“ veröffentlichte. In den Studien zu Sternberger wie zur „verdeckten Schreibweise“ (mit Ausnahme der über Klemperer) spiegelt sich jedoch eine dreifache Problematik wider. Erstens übertragen sie eine erst nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes offenbarte (vermeintliche) Gegnerschaft auf eine (angebliche) widerständige Intention im Hinblick auf die in der NS-Zeit geschriebenen Texte, zweitens vernachlässigen sie die Frage, wie die Rezipienten diese vor 1945 eigentlich verstanden haben, und drittens isolieren sie die schriftstellerischen Tätigkeit dieser Intellektuellen von ihrem sonstigen Verhalten in der NS-Zeit. Zweifellos war Sternberger ein „Nutzer“ der NS-Ideosphäre, wie er Barthes vorschwebte. Welche Qualität seine schriftstellerischen Tätigkeiten im Hinblick auf „Widerstand“ besaßen, lässt sich abschließend aber noch nicht beurteilen.

Subjekt, Hörer und Nutzer der NS-Ideosphäre, diese drei Aspekte verweisen auf einen Bereich, der in vielen einschlägigen Studien zum Nationalsozialismus subkutan immer im Zentrum steht, historiografisch jedoch schwer zu operationalisieren ist: die Geschichte der Wahrnehmung nach 1933. In der so genannten Täterforschung wird diese Frage stets im Hinblick darauf diskutiert, wer wann was von der Judenvernichtung wusste (Bajohr/Pohl 2006; Longerich 2006; Dörner 2007). Aber das Themenspektrum einer Wahrnehmungsgeschichte des Nationalsozialismus ist breiter. Es umfasst, ganz allgemein gesprochen, die Aufnahme und Verarbeitung von Anreizen aus der Umwelt durch ein psychisches System, bei der die fünf Sinne – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten – im Zentrum stehen. Hinzu kommen der Temperatursinn (Thermorezeption), die Empfindung von Schmerz, der Gleichgewichtssinn und die Propriozeption (der Körpersinn). Wie eine solche Geschichte der Sensorik zu bewerkstelligen sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Zwei Vorsichtsmaßnahmen sollten jedoch getroffen werden: keine Verallgemeinerungen, denn jeder Körper/jedes Individuum nimmt anders wahr, und eine stete Verbindung mit der Frage nach dem gesprochenen und geschriebenen Wort, nach der Ideosphäre. Denn Sensoriosphäre und Ideosphäre bilden zweiten Seiten derselben Medaille.

Referenzen

Arendt, Hannah: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, erw. Taschenbuchausgabe, Piper: München 2011 [ursprgl. erschienen: 1986]

Bajohr, Frank/Pohl, Dieter: Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten, C.H. Beck: München 2006

Barthes, Roland: Die Körnung der Stimme. Interviews 1962-1980, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2002

ders.: Das Neutrum. Vorlesung am Collège de France 1977-1978, hg. v. Éric Marty, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2005

Baecker, Dirk: Die Form des Unternehmens, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1993

Birdsall, Carolyn: Nazi Soundscapes. Sound, Technology and Urban Space in Germany, 1933-1945, Amsterdam University Press: Amsterdam 2012

Cebulla, Florian: Rundfunk und ländliche Gesellschaft 1924-1945, Vandenhoeck&Ruprecht: Göttingen 2004

Ciompi, Luc/Endert, Elke: Gefühle machen Geschichte. Die Wirkung kollektiver Emotionen – von Hitler bis Obama, Vandenhoeck&Ruprecht: Göttingen 2011

Dodd, William J.: Jedes Wort wandelt die Welt. Dolf Sternbergers politische Sprachkritik, Wallstein: Göttingen 2007

Dörner, Bernward: Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte, Propyläen Verlag: Berlin 2007

Endert, Elke: Über die emotionale Dimension sozialer Prozesse. Die Theorie der Affektlogik am Beispiel der Rechtsextremismus- und Nationalsozialismusforschung, UVK: Konstanz 2006

Epping-Jäger, Cornelia: „Eine einzige jubelnde Stimme“. Zur Etablierung des Dispositivs Laut/Sprecher in der politischen Kommunikation des Nationalsozialismus, in: Medien/Stimmen, hg. v. ders. u. Erika Linz, Dumont Literatur und Kunst Verlag: Köln 2003, S. 100-123

dies.: Laut/Sprecher Hitler, in: Hitler der Redner, hg. v. Josef Kopperschmidt u. Johannes G. Pankau, Wilhelm Fink: München 2003, S. 143-158

dies.: Stimmräume. Die phono-zentrische Organisation der Macht im Nationalsozialismus, in: Politiken der Medien, hg. v. Daniel Gethmann u. Markus Stauff, Diaphanes: Zürich/Berlin 2005, S. 341-358

dies.: Stimmgewalt. Die NSDAP als Rednerpartei, in: Stimme. Annäherung an ein Phänomen, hg. v. Doris Kolesch u. Sybille Krämer, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2006, S. 147-171

Ette, Ottmar: Roland Barthes. Eine intellektuelle Biographie, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2002

Geisthövel, Alexa/Mrozek, Bodo (Hg.): Popgeschichte, Bd. 1: Konzepte und Methoden, Transcript: Bielefeld 2014

Geschichte und Gesellschaft, Jg. 39, H. 4, Themenheft „Gefühle gegen Juden“, hg. v. Uffa Jensen u. Stefanie Schüler-Springorum, Vandenhoeck&Ruprecht: Göttingen 2013

Gumbel, Emil Julius: Verschwörer. Beiträge zur Geschichte und Soziologie der deutschen nationalistischen Geheimbünde seit 1918, Malik Verlag: Wien 1924

Jansen, Christian: Emil Julius Gumbel. Porträt eines Zivilisten, Das Wunderhorn: Heidelberg 1991

Kittler, Friedrich A.: Die Wahrheit der technischen Welt. Essays zur Genealogie der Gegenwart, hg. u. mit einem Nachwort v. Hans Ulrich Gumbrecht, Suhrkamp: Berlin 2013

Klimó, Arpád von/Rolf, Malte (Hg.): Rausch und Diktatur. Inszenierung, Mobilisierung und Kontrolle in totalitären Systemen, Campus Verlag: Frankfurt am Main/New York 2006

Longerich, Peter: „Davon haben wir nichts gewusst!“ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945, Siedler: München 2006

Marks-Hanßen, Beate: Innere Emigration? „Verfemte“ Künstlerinnen und Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus, dissertation.de: Berlin 2006

Meyer-Kalkus, Reinhart: Art. „Pathos“, in: Ritter, Joachim/Gründer, Karlfried (Hg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 7: P-Q, Wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt 1989, Spalte 193-199.

Morat, Daniel: Zur Geschichte des Hörens. Ein Forschungsbericht, in: Archiv für Sozialgeschichte 51 (2011), S. 695-716

Mühlenfeld, Daniel: Vom Nutzen und Nachteil der „Volksgemeinschaft” für die Zeitgeschichte. Neuere Debatten und Forschungen zur gesellschaftlichen Verfasstheit des „Dritten Reiches“, in: Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Gesellschaftspolitik 36 (2013), H. 66, S. 72-105

Plamper, Jan: Geschichte und Gefühle. Grundlagen der Emotionsgeschichte, Siedler: München 2012

Rotermund, Erwin/Ehrke-Rotermund, Heidrun: Zwischenreiche und Gegenwelten. Texte und Vorstudien zur „Verdeckten Schreibweise“ im „Dritten Reich“, Wilhelm Fink: München 1999

Schmitz-Berning, Cornelia: Vokabular des Nationalsozialismus, Walter de Gruyter: Berlin/New York 1998

Sternberger, Dolf/Storz, Gerhard/Süskind, Wilhelm Emanuel: Aus dem Wörterbuch des Unmenschen, Classen: Hamburg 1957

Steuwer, Janosch: Was meint und nützt das Sprechen von der „Volksgemeinschaft“? Neuere Literatur zur Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, in: Archiv für Sozialgeschichte 53 (2013), S. 487-534