Die Reisen des Historikers VIII

von arminnolzen

München, 12. und 13. Oktober 2015

Nimmt man die editorischen Großvorhaben zum NS-Staat vergleichend in den Blick, so kommt den „Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945“ (1983-2015) gleich in zweifacher Hinsicht ein besonderer Stellenwert zu. Zum einen handelt es sich hierbei, vielleicht außer den „Akten der Partei-Kanzlei“ (1983-1992), um die einzige Edition, die die Regierungspolitik im NS-Staat dokumentiert und nicht auf ein spezifisches Thema fokussiert bleibt, sondern alle wichtigen politischen Entwicklungen gleichermaßen im Blick zu behalten versucht. Zum anderen ist sie durch die Fülle ihrer Querverweise eine regelrechte Quellenkunde für die Politik der Obersten Reichsbehörden nach 1933 und jedem als Einstieg zu empfehlen, der sich überhaupt mit der Geschichte des „Dritten Reiches“ befassen will. Mittlerweile liegt Band VII der „Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945“ für das Jahr 1940 vor, und ich habe ihn, wie alle seine Vorgänger, unmittelbar für meine eigenen Zwecke ausgewertet. Nur allzu gerne folgte ich daher der Einladung eines der Mitherausgeber, Hans Günter Hockerts, der das Editionsvorhaben für die Bayerische Akademie der Wissenschaften betreut, an einem Kolloquium anlässlich der Präsentation des neuen Bandes teilzunehmen. In einer persönlichen Mail, die mich am 21. Juni 2015 erreichte, umriss Hockerts die Ziele des Kolloquiums wie folgt:

„1.) Den Ausgangspunkt bildet der absehbare Abschluss der Edition ,Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler‘. Ich habe den Hauptbearbeiter, Friedrich Hartmannsgruber, gebeten, in dem Kolloquium eine thesenförmige Bilanz ziehen: über die Bedeutung der Reichskanzlei als ,Clearing-Stelle‘ der Regierungsarbeit im Zweiten Weltkrieg, über Verfahrensweisen, Chancen und Grenzen ihrer koordinierenden, informierenden und kontrollierenden Tätigkeit, auch über Änderungen im Zeitverlauf.

2.) Das Kolloquium soll damit eine grundsätzliche Frage verknüpfen: Inwieweit muss das Bild vom (ineffizienten, die Staatlichkeit zersetzenden) Kompetenzen- und Verwaltungschaos auf der Ebene der Obersten Reichsverwaltung revidiert werden? Bezeichnend für diese ältere Sicht sind Formulierungen wie ,heillos zerrüttete Verwaltungsorganisation‘, ,Verwaltungskonfusion und Staatszerrüttung‘, der ,traditionelle Staatsapparat in einem Prozess fortwährender Auflösung‘, ,Zersplitterung der einheitlichen Regierungsgewalt‘, ,polykratische Desorganisation der Reichsverwaltung‘ (alle aus Rebentischs in mancher Hinsicht nach wie vor grundlegender Studie von 1989).

Dagegen:

a) Neuere Studien zur Kommunalverwaltung haben ein ‚erfolgreiches Neujustieren der Verwaltungspraxis‘ als ,das wichtigste Kennzeichen der lokalen NS-Herrschaft‘ hervorgehoben. Das legt die Frage nahe, ob das, was ,unten‘ beobachtet worden ist, ,oben‘ eine Entsprechung hat.

b) Neuere Studien haben auch im Blick auf die obersten Reichsbehörden die Bedeutung institutioneller und personeller Verflechtungen, kooperierender Praktiken und (informeller) Verfahren der Koordination betont. Diesen Ansatz soll unser Workshop aufgreifen und verstärken.

c) Damit ist zugleich die mit Begriffen wie ,Verwaltungskonfusion und Staatszerrüttung‘ verbundene Vorstellung einer (selbstzerstörerischen) Dysfunktionalität in Frage gestellt; erklärungsbedürftig ist eher die erstaunliche Durchsetzungsfähigkeit und ,Effizienz‘ des Regimes.

d) Dies wiederum wirft die Frage nach den Maßstäben auf: Ist es überhaupt angemessen, ein idealtypisches Verständnis ‚geordneter Staatlichkeit‘ oder ein Modell reibungslos funktionierender Organisationen zugrunde zu legen? Sind andere Konzepte (wie das der Gouvernementalität oder der ,hybriden‘ Herrschaftsform) überlegen? Kann von ,neuer Staatlichkeit‘ gesprochen werden, obwohl das NS-Regime im Grunde nicht vom ,Staat‘ her dachte, sondern staatliche Strukturen und Parteiorgane zu einer Konfiguration eigener Art zu verschmelzen suchte? Und schließlich: Was war überhaupt ,spezifisch‘ für die ‚Regierung Hitler‘- im vergleichenden Blick auf die Geschichte von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert?“

Dies sind die zentralen Fragen, die an eine Verwaltungsgeschichte des NS-Staates zu richten sind. Ursprünglich war ich nur als Diskutant angefragt gewesen; im weiteren Verlauf der Planung des Kolloquiums wurde mir nach der Absage eines Referenten allerdings die Aufgabe zuteil, das Verhältnis zwischen Reichsverwaltung und den NS-Gauen zu analysieren. Bei der Vorbereitung meines Vortrages standen zwei Fragen im Zentrum: wovon reden wir überhaupt, wenn wir von „Staat“ reden? Was versteht die NS-Forschung unter „Verwaltungsgeschichte“? Die erste Frage erwies sich, auch wegen meiner Parallellektüre (die teils eine Re-, teils eine Neulektüre war) zu diesem Kolloquium (Reinhard 2002; Luhmann 2002 u. 2010; Foucault 2006a-b; Bourdieu 2014) als so komplex, dass ich ihre weitere Behandlung hier auslagern muss. Sie wird in den kommenden Monaten in einigen weiteren Einträgen dieses Blogs verhandelt, die „NS-Staat“ heißen und die Frage nach der Staatlichkeit des Nationalsozialismus mit neuen theoretischen Mitteln zu konzeptualisieren versuchen werden.

Das Verständnis, das die bisherige NS-Forschung von Verwaltungsgeschichte hat, schien mir so bezeichnend unterkomplex zu sein, dass ich einen Großteil meines Vortrages als Metatheorie angelegt habe. Es ging mir darum, einen Vorschlag für eine moderne Verwaltungsgeschichte des NS-Staates zu unterbreiten, den ich anhand des Verhältnisses zwischen Reichsverwaltung und NS-Gauen zu exemplifizieren versuchte. Die einschlägige Literatur zum Thema „NS-Gaue“ ist zusammengefasst in einem immer noch gültigen Aufsatz Jürgen Johns (2007), der darauf abzielt, die Gauforschung aus ihrem regionalen Zusammenhang zu lösen und als Systemforschung zu betreiben, d.h. die Gaue als integralen Bestandteil des NS-Herrschaftssystems zu betrachten. John behandelt darin fünf Aspekte: die Rolle der Gauleiter, die Funktion der Gaue als Mittelinstanz, die Frage des territorialen Umbaus der Gaue, deren Rolle als „neustaatliche“ Elemente während des Zweiten Weltkrieges und Fragen nach einer Gautypologie. Wie man die Beziehungen zwischen Reichsverwaltung und Gauen analysieren könnte, erörterte er leider nicht. In diese verwaltungsgeschichtliche Lücke wollte ich mit meinem Vortrag stoßen (GaueMünchen).

Das Münchener Kolloquium trug den Titel „Die bürokratische Dimension der NS-Herrschaft: Die Reichsverwaltung im Zweiten Weltkrieg: Konflikt, Verflechtung, Koordination“. Es fand als Veranstaltung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Bundesarchivs im Historischen Kolleg in München statt. Am Vorabend des Kolloquiums wurde zunächst einmal der aktuelle Band VII der „Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945“ vorgestellt. Hans Günter Hockerts führte in die Geschichte des Editionsprojekts ein und betonte die außerordentlich gute Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen. Danach erläuterte Editor Friedrich Hartmannsgruber den neuen Band VII anhand einiger ausgewählter Dokumente, bevor Stefanie Middendorf (Universität Halle), die gerade an einer Geschichte des Reichsfinanzministeriums von 1918-1945 arbeitet, die Zuhörer mit ihrem 25minütigen Vortrag „Zur Komplexität des NS-Staates. Konzepte und Kontroversen“ auf die am nächsten Tag zu verhandelnden Themen einstimmte. Middendorf stellte hierbei die bekannten Interpretationen des NS-Staates einander gegenüber, die Ernst Fraenkel und Franz Leopold Neumann in den 1930er und 1940er Jahren im amerikanischen Exil vorgelegt hatten, und schilderte die Positionen, die die historische Forschung seit den 1960er Jahren im Hinblick auf die Frage nach der Staatlichkeit des Nationalsozialismus eingenommen hat. Middendorfs Ausführungen war zu entnehmen, dass diese Positionen nicht mehr dem heutigen Stand der Forschung entsprechen (Middendorf 2015). Dieser Vortrag war ein überaus guter Auftakt für das Kolloquium, das am nächsten Tag begann und sich dann nach folgendem Programm vollzog:

13. Oktober 2015
09:00-09:30 Uhr Begrüßung: Gerrit Walther (Präsident der Historischen Kommission) und Andrea Hänger (Vizepräsidentin des Bundesarchivs)
09:30-09:50 Uhr Hans Günter Hockerts (München): Impuls
09:50-10:20 Uhr Friedrich Hartmannsgruber (Koblenz): Die Reichskanzlei als Koordinierungsinstanz
10:20-10.50 Uhr Diskussion
10:50-11:10 Uhr Kaffeepause
11:10-11:30 Uhr Winfried Süß (Potsdam): Mobilisierung und Koordination. Kommissare im NS-Herrschaftssystem
11:30-11:50 Uhr Armin Nolzen (Warburg): Reichsverwaltung und NS-Gaue im Zweiten Weltkrieg
11:50-12:45 Uhr Kommentar: Bernhard Gotto (München), Diskussion
12:45-14.00 Uhr Mittagspause
14:00 -14:20 Uhr Christiane Kuller (Erfurt): Prozesse der „Verreichlichung“ und ihre Grenzen. Die Ministerien in Württemberg
14:20-14:40 Uhr Stefanie Middendorf (Halle): Gouvernementalisierung? Handlungslogiken des Reichsministeriums der Finanzen
14:40-15:00 Uhr Ulrike Schulz (Berlin): Das Reichsarbeitsministerium: Machtrelationen und Steuerungsstrukturen 1936-1945
15:00-16:15 Uhr Kommentar: Ulrich Herbert (Freiburg), Diskussion

Am Anfang standen Hartmannsgrubers interessante Ausführungen über die Reichskanzlei als Koordinierungsbehörde, die jedoch eher deskriptiv als thesenfreudig waren. Es folgten Winfried Süß‘ und mein Vortrag, in denen es um die vertikale Koordination einzelner Politikfelder ging. Beispiele waren jene Kommissare, denen Winfried bereits einen wichtigen Beitrag gewidmet hat und die er nunmehr zu typologisieren versuchte (Hachtmann/Süß 2006), sowie die Beziehungen zwischen den Verwaltungsbehörden in Zentrale und Peripherie, auf die mein Vortrag fokussierte. Der Kommentar von Bernhard Gotto (München) drehte sich im Wesentlichen um die Spezifität der geschilderten Entwicklungen, was auch die Frage nach der Vergleichbarkeit des „Dritten Reiches“ mit anderen politischen Systemen implizierte. In der anschließenden Diskussion stieß mein systemtheoretisches Verständnis von NS-Verwaltungsgeschichte, wie erwartet, auf eine erhebliche Portion Skepsis. Allerdings machte sich bei den meisten Debattenrednern eine gewisse Unkenntnis der Systemtheorie bemerkbar. Sie versteiften sich darauf, die Systemtheorie explizit abzulehnen, indem sie immer auf deren angebliche Defizite hinwiesen (etwa deren Inflexibilität und Starrheit). Aber inzwischen bin ich solche Einwände, die mehr über denjenigen aussagen, der sie erhebt, als über die Tragfähigkeit des Ansatzes, ja gewohnt, und entkräftete sie.

Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang aber ein Sachverhalt, den ich mir bisher noch nicht erklären kann. Die Relevanz der Systemtheorie für historische Analysen wird gemeinhin negiert, indem man zum einen auf ihre „blinden Flecken“ fokussiert und darauf hinweist, was man bei einer Anwendung an „gesichertem Wissen“ verliere. Zum anderen fordern die Kollegen dann stets, man müsse die Systemtheorie selbst historisieren und dürfe sie nicht verabsolutieren. Diese epistemologischen Bedenken sind zwar nachvollziehbar; sie wären jedoch triftiger, wenn man sie für sich selbst beherzigte und den eigenen Ansatz einmal kritisch hinterfragte. Keiner meiner Kollegen käme auf die Idee, bei einer Interpretation des NS-Staates mit den Begriffen Max Webers darauf hinzuweisen, dessen aus dem 19. Jahrhundert stammendes Staatsverständnis historisieren zu müssen oder gar danach zu fragen, was dem Blick entgeht, wenn man mit Webers Soziologie argumentiert! Das „Objektivieren des Objektivierens“, um mit Pierre Bourdieu (2001: 18-45) zu sprechen, wird stets nur von dem verlangt, der mit Niklas Luhmanns Theorie ein neues Gegenstandsverständnis zu konstituieren versucht. Ich ziehe daraus die Konsequenz, in Zukunft weiter systemtheoretisch zu denken, das aber nicht mehr zu so deutlich explizieren, wie ich es die letzten Jahre getan habe. Ich bin schon einmal gespannt, was dann an Einwänden kommt. Warum Luhmann so ein rotes Tuch für große Teile der NS-Forschung ist, ist mir jedenfalls schleierhaft.

Nach der Mittagspause hörten wir drei überaus interessante Vorträge zu den württembergischen Landesministerien (Christiane Kuller) sowie zum Reichsfinanz- und Reichsarbeitsministerium (Stefanie Middendorf, Ulrike Schulz), die sich auf einer mit meinen Ausführungen kompatiblen Linie bewegten. Ihr gemeinsamer Tenor war, dass die bisherige Forschung allzu einseitig den Selbstbeschreibungen der Akteure der NS-Verwaltungspolitik gefolgt ist und das Paradigma vom „Staatszerfall“ übernommen habe, dessen empirische Grundlage fraglich ist. Überaus lehrreich war der Befund eines immensen personellen Anwachsens der staatlichen Ministerien auch und gerade während des Zweiten Weltkrieges, und damit zu einer Zeit, als in der NSDAP immer mehr haupt- und ehrenamtliche Kräfte zur Wehrmacht eingezogen wurden. Die Partei, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände mussten immer mehr Aufgaben mit immer weniger Personal erledigen, wohingegen die Planstellen in der inneren Verwaltung offenbar wucherten! Schon allein dieser Sachverhalt führt alle (nachträglichen) Beteuerungen von einer wachsenden Funktionslosigkeit der regulären Staatsverwaltung ad absurdum.

In seinem Kommentar fasste Ulrich Herbert (Freiburg) die drei Vorträge pointiert zusammen und insistierte darauf, dass die NS-Gesellschaft im Allgemeinen und die NS-Verwaltungspolitik im Speziellen im Wesentlichen durch geteilte Überzeugungen wie Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus integriert worden seien. Diese Konsensthese, die auch in der Abschlussdiskussion im Zentrum stand, scheint mir jedoch wenig plausibel zu sein. Erklärungsbedürftig ist nämlich, wie es nach 1933 unter Abertausenden von Verwaltungsbeamten, geschweige denn in einem 80-Millionen-Volk, zu einem übergreifenden Wertehimmel gekommen sein soll; eine doch höchst unwahrscheinliche Konstellation. Außerdem stellt sich die Frage, wie man mit den empirischen Mitteln der Geschichtswissenschaft überhaupt feststellen können will, inwieweit zum Beispiel den verwaltungspolitischen Entscheidungen eine geteilte Überzeugung zugrunde lag. Dies gilt übrigens auch für die NS-Vernichtungspolitik in den besetzten Gebieten, die Herbert als Beispiel anführte. Vielleicht könnte eine Dosis der systemtheoretischen Kritik der Problemkonstitution hier weiterhelfen: wer ist der Beobachter, der diese Konsensthese verficht?

Es liegt auf der Hand, dass im Rahmen eines solchen Kolloquiums, das in vielerlei Hinsicht eher Workshop-Charakter trug, das Rad der Forschung nicht neu erfunden werden konnte. Bemerkenswert war, dass sich die meisten Referenten in Sachen Methodologie, Erkenntnisinteresse und Thesenbildung auf einer Linie bewegten. Das galt für die Einsicht in die Notwendigkeit einer neuen Verwaltungsgeschichte des NS-Staates, aber auch für die Dekonstruktion der Perspektive der zeitgenössischen Akteure in der NS-Forschung. Jedoch bleibt eine Paradoxie: um sich gegen die alte Forschung abgrenzen zu können, muss man auf deren Konzepte zurückkommen und sie automatisch perpetuieren. Der epistemologische Bruch in der NS-Verwaltungsgeschichte ist nur möglich, indem man immer wieder die älteren Konzepte kritisiert (und damit indirekt ihre Relevanz für die heutige Forschung bestätigt). Dies ist das Problem der heutigen NS-Forschung: es gibt keinen voraussetzungslosen Anfang mehr. Sie muss sich gegen schon immer festgesetzte Lesarten des Nationalsozialismus konstituieren und profilieren. Wie das zu geschehen hat, kann natürlich nur im Rahmen der NS-Forschung selbst festgelegt werden.

Intertexte

Akten der Parteikanzlei der NSDAP. Rekonstruktion eines verlorengegangenen Bestandes. Sammlung der in anderen Provenienzen überlieferten Korrespondenzen, Niederschriften und Besprechungen usw. mit dem Stellvertreter des Führers und seinem Stab bzw. der Parteikanzlei, ihren Ämtern, Referaten und Unterabteilungen sowie mit Hess und Bormann persönlich, hg. v. Institut für Zeitgeschichte, Teil I: Regesten-Bde. 1-2: Bearb. v. Helmut Heiber unter Mitw. v. Hildegard von Kotze, Gerhard Weiher, Ino Arndt und Carla Mojto, Register zu Bde. 1-2: Bearb. v. Volker Dahm, Hildegard von Kotze, Gerhard Weiher und Reinhilde Staude, K.G. Saur: München/Wien 1983-1985 (mit 2 Bde. Mikrofiches), Teil II: Regesten-Bde. 3-4: Bearb. v. Peter Longerich; Register zu Bde. 3-4: Bearb. v. Peter Longerich, K.G. Saur: München/London/New York/Paris 1992 (mit 2 Bde. Mikrofiches)

Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945, hg. für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften v. Konrad Repgen und Hans Günter Hockerts, für das Bundesarchiv v. Hans Booms und Friedrich P. Kahlenberg, bisher erschienene Bde. I-VII in 9 Teilbde., bearb. v. Karl-Heinz Minuth und Friedrich Hartmannsgruber, Haraldt Boldt Verlag: Boppard am Rhein 1983-1984, sowie Oldenbourg: München 1999-2015

Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2001 (Taschenbuchausgabe)

ders.: Über den Staat. Vorlesungen am Collège de France 1989-1992, hg. v. Patrick Champagne, Remi Lenoir, Frank Poupeau und Marie-Christine Rivière, Suhrkamp: Berlin 2014

Foucault, Michel: Geschichte der Gouvernementalität I. Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Vorlesung am Collège de France 1977-1978, hg. v. Michel Sennelart, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2006 (Taschenbuchausgabe) [ursprgl. erschienen: 2004]

ders.: Geschichte der Gouvernementalität II. Die Geburt der Biopolitik. Vorlesung am Collège de France 1978-1979, hg. v. Michel Sennelart, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2006 (Taschenbuchausgabe) [ursprgl. erschienen: 2004]

Hachtmann, Rüdiger/Süß, Winfried: Editorial: Kommissare im NS-Herrschaftssystem. Probleme und Perspektiven der Forschung, in: dies. (Hg.): Hitlers Kommissare. Sondergewalten in der nationalsozialistischen Diktatur, Wallstein: Göttingen 2006, S. 9-27

John, Jürgen: Die Gaue im NS-System, in: ders./Horst Möller/Thomas Schaarschmidt (Hg.): Die NS-Gaue. Regionale Mittelinstanzen im zentralistischen „Führerstaat“, Oldenbourg: München 2007, S. 22-55

Luhmann, Niklas: Die Politik der Gesellschaft, hg. v. André Kieserling, Suhrkamp: Frankfurt 2002 (Taschenbuchausgabe)

ders.: Politische Soziologie, hg. v. André Kieserling, Suhrkamp: Berlin 2010

Middendorf, Stefanie: Staatsfinanzen und Regierungstaktiken. Das Reichsministerium der Finanzen in der Geschichte von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 41 (2015), S. 140-168

Reinhard, Wolfgang: Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, 3., durchges. Aufl., C.H. Beck: München 2002 [ursprgl. erschienen: 1999]