Hans Mommsen, Memorabile eins

von arminnolzen

Am Nachmittag des 5. November 2015, an seinem 85. Geburtstag, ist mein akademischer Lehrer Hans Mommsen in Feldafing am Starnberger See verstorben. Der erste Nachruf erschien in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Online nur zwei Stunden später; es folgten die standardisierte Agenturmeldung, die wortwörtlich in alle nur erdenklichen Tageszeitungen übernommen wurde, Berichte in der „Heute“-Sendung des ZDF um 19 Uhr, in der ARD-Tagesschau um 20 Uhr, im „Heute-Journal“ und in den „Tagesthemen“. In den letzten Tagen dürfte es fast kein öffentliches Medium gegeben haben, in dem Hans Mommsens Leben nicht ausführlich gewürdigt worden ist. Nicht immer waren die Formulierungen gelungen; besonders gestoßen hätte sich der Verstorbene an Bezeichnungen wie „Historiker des Nationalsozialismus“, „NS-Historiker“ oder „Historiker der NS-Zeit“, die häufig benutzt wurden, um den Schwerpunkt seiner historiografischen Arbeit zu charakterisieren. Sie sind zumindest zweideutig, weil sie nicht zwischen genitivus subiectivus und genitivus obiectivus unterscheiden. In der Sache waren sich die meisten Kommentatoren einig: Die Öffentlichkeit hat mit Hans Mommsen einen bedeutenden Historiker, Demokraten und Pädagogen verloren, dessen Leidenschaft für die wissenschaftliche Auseinandersetzung legendär war und dessen unbestechliches Urteil in Zukunft nicht nur der historischen Zunft fehlen wird.

Wann bin ich ihm zum ersten Mal begegnet, wann habe ich zum ersten Mal seine leise, in sich gekehrte, leicht fistelnde Stimme vernommen, wann zum ersten Mal einen von ihm verfassten Text gelesen, wann zum ersten Mal persönlich mit ihm gesprochen? Gesehen habe ich ihn zum ersten Mal beim Bochumer Historikertag im September 1990, der kurz nach der Unterzeichnung des Einigungsvertrags zwischen den Regierungsvertretern von BRD und DDR stattfand. Mein drittes Studiensemester (Geschichtswissenschaft, Germanistik und Politische Wissenschaft) an der Ruhr-Universität in Bochum stand bevor, und ein Historikertag versprach natürlich für einen jungen Studenten der Geschichtswissenschaft ein echtes Highlight zu werden. Das Programm war voller interessanter Sektionen, die ich fleißig besuchte. Hans Mommsens Bruder Wolfgang amtierte damals als Vorsitzender des Verbandes Deutscher Historiker und hielt am Vorabend des Kongresses, der als „Vereinigungs-Historikertag“ gilt (Cornelißen 2013), eine Eröffnungsrede, in der er den Untergang der DDR als große Chance für eine gesamtdeutsche Geschichtswissenschaft pries und von der besonders seine Freudsche Fehlleistung (anstelle „SED“ sagte er an einer Stelle versehentlich „SPD“) im Gedächtnis geblieben ist. Bei dieser Veranstaltung war Hans Mommsen ebenfalls präsent (ich hatte ihn beim ersten Anblick mit Wolfgang verwechselt). Da erst wurde mir deutlich, dass es sich bei den beiden um Zwillingsbrüder handelte.

Obwohl Hans Mommsen unter vielen Studenten ein Ruf vorauseilte (cholerisch, unberechenbar), der nicht zum Besuch eines Seminars einlud, beschloss ich, sollte es mich inhaltlich interessieren, im Hauptstudium irgendwann eine Lehrveranstaltung bei ihm zu belegen. Im Wintersemester 1991/92 bot Hans Mommsen ein Hauptseminar an, das den Titel „Die Nationalitätenfrage in der habsburgischen Monarchie“ trug und das mich thematisch sehr ansprach, auch, weil ich selbst in Österreich geboren bin und mich damals stärker für das 19. Jahrhundert als für die Zeitgeschichte interessierte. Hans Mommsen, der über ein ähnliches Thema promoviert hatte (Mommsen 1963) und sich außerordentlich gut in der Geschichte der habsburgischen Monarchie auskannte (siehe einige Beiträge in Mommsen 1979), pflegte eine Vorbesprechung zum Ende des alten Semesters abzuhalten, damit die Teilnehmer genügend Vorbereitungszeit hatten und das Seminar im neuen Semester ohne Verzögerung anlief. Bei diesem Treffen, das in einem Saal der Institutsbibliothek stattfand, waren zwei Dutzend Studenten anwesend, die sich zuvor persönlich im Sekretariat des Lehrstuhls Neue Geschichte II angemeldet hatten. Für das Hauptseminar pflegte Hans Mommsen eine Obergrenze von 30 Teilnehmern anzugeben, die zumeist jedoch überschritten wurde, weil in den nächsten Wochen noch Nachzügler kamen, die er in aller Regel auch aufnahm. Wenn jemand ernsthaftes Interesse am Thema zeigte, war Hans Mommsen der Letzte, der sich verweigerte.

Die Vorbesprechung war also meine erste Begegnung mit Hans Mommsen, und sie verlief, wie ich es auch erwartet hatte, zielorientiert und professionell. Er hatte ein vorläufiges Programm nebst ausformulierter Referatstitel und Literaturliste vorbereitet, und als Ziellinie gab er aus, das Seminar müsse am Forschungsstand „kratzen“, also den Stand der Forschung sowohl erarbeiten wie zugleich kritisch rekapitulieren, was ich sehr reizvoll fand. Ich entschied mich für ein frühes Referatsthema und trug meinen Namen in die entsprechende Rubrik im vorläufigen Programm ein. Die kommenden Wochen und Monate verbrachte ich mit Bibliografieren, Lesen, Exzerpieren und Schreiben. Mein Referat trug den sperrigen, aus dem Programmentwurf übernommenen Titel „Der Verfassungsentwurf des Reichstages von Kremsier 1848/49. Eine verpaßte Chance zur Lösung des zisleithanischen Nationalitätenkonflikts in der revolutionären Phase der Habsburgermonarchie?“ Das Fragezeichen strukturierte schon das Erkenntnisinteresse. Ich hatte, was ein Glücksfall war, die stenografierten Protokolle des Reichstags zur Verfügung, so dass ich viel Quellenarbeit betreiben konnte (Verhandlungen 1970). Auch die Literaturlage war sehr gut, weil alles, was ich benötigte, in den Bochumer Bibliotheken vorhanden war (Geist-Lányi 1920; Redlich 1920; Simon 1953; Burian 1962; Prinz 1962). Als das Semester begann, ließ ich mir, wie es üblich war, von Hans Mommsens Sekretärin einen Sprechstundentermin geben. Zwei Wochen darauf informierte ich ihn über meine Vorarbeiten. Interessiert hörte er sich an, was ich bisher gelesen hatte, und gab mir noch einige Literaturhinweise. Meine Gliederung nahm er brummelnd zur Kenntnis und verabschiedete mich nach einer Viertelstunde mit einem „Toi, toi, toi“.

Mein Referat gab ich Ende Oktober 1991 in schriftlicher Fassung in Mommsens Sekretariat ab; vorgesehen war, dass ich es am 19. November „halten“ sollte. „Halten“ in Anführungszeichen, weil niemand bei Hans Mommsen ein Referat „hielt“, wie man es sich gemeinhin vorstellt. Kam im Seminar irgendwie einmal die Rede auf einen Sachverhalt, der nur im Entferntesten an das eigene Thema erinnerte, dann forderte er den jeweiligen Referenten dazu auf, sich zu äußern, etwa in der Form eines fünf- bis zehnminütigen Statements oder eines Expertenkommentars. In einem Hauptseminar von Hans Mommsen war jeder Student jederzeit zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Natürlich betraf mich das auch, und ich wurde schon weit vor dem eigentlichen Referatstermin in die Seminardiskussion „eingebaut“. Ich konnte mich dabei auf ein schriftlich ausformuliertes Referat mit der damals epischen Länge von 46 Seiten verlassen, hinzu kam ein sechsseitiges Thesenpapier (beides eineinhalbzeilig, mit einem alten Nadeldrucker ausgedruckt), das Mommsen zu diesem Zeitpunkt bereits gelesen hatte, denn es war im Seminarapparat für alle einsehbar abgeheftet und trug seine charakteristischen handschriftlichen Kommentare, verfasst mit dünnem Bleistift. In meinem Falle waren Hans Mommsen Anmerkungen spärlich, hier und da ein Bleistiftstrich, ein Ausrufezeichen, ein „so!“.

Im Seminar selbst hatte ich das Glück, dass meinem Thema eine ganze Sitzung gewidmet wurde und ich wirklich lange und, was ungewöhnlich war, ohne von Hans Mommsen unterbrochen zu werden, darüber sprechen konnte. Jedoch stieß meine These, dass der Verfassungsentwurf von 1848/49 nicht so revolutionär gewesen sei, wie es bislang in der Forschung kolportiert wurde, danach auf Hans Mommsens vehementen Widerspruch. Insbesondere rieb er sich an den beiden Sätzen: „Insofern kann die Formel vom ,freien Kompromiß‘ der Völker, welcher die Apologeten des supranationalen Staatsgedankens in der historischen Forschung anhängen, als in das Reich der Legende gehörig verwiesen werden. Der Kremsierer Entwurf war gerade durch seine Unoriginalität, seinen Hang, die Nationalitätenproblematik in schon vorgegebenen Bahnen lösen zu wollen, überhaupt nicht geeignet, den langsamen Niedergang der Monarchie aufzuhalten“. Wir stritten im Seminar regelrecht, und am Ende der Sitzung dachte ich, das sei es jetzt gewesen. Aber weit gefehlt! Hans Mommsen stürzte danach auf mich zu, schüttelte mir heftig die Hand, klopfte mir aufmunternd auf die Schulter und sagte: „Das war doch eine gute Diskussion!“ Später bemerkte er, ich müsse die ersten Semester in Bonn studiert haben, da meine Schreibweise eher der dortigen Schule entspräche, aber das werde er mir schon austreiben.

Seine Worte bekamen einige Monate später ihre volle Bedeutung. Christian Jansen, Mommsens damaliger Assistent, bot mir am Lehrstuhl eine Stelle als Studentische Hilfskraft an, und freudig sagte ich zu. Nunmehr hatte ich Gelegenheit, Hans Mommsen als Historiker wie als Person im täglichen Umgang kennenzulernen. Jeden Tag kam er, wenn er nicht unterwegs oder in Urlaub war, zwischen 11 und 11.30 Uhr ins Büro, arbeitete dort die eingegangene und liegengebliebene Korrespondenz ab, telefonierte und erteilte Aufträge an seine Sekretärin, Projektmitarbeiter und Studentischen Hilfskräfte, wobei es kaum Rangunterschiede gab. Wer greifbar war, musste (oder durfte) stets irgendetwas erledigen: einen Kaffee bringen, Hans Mommsen mit einem Teilnehmer telefonisch verbinden, ihm die Post vorgelegen, seine Termine eintragen, in die Bibliothek gehen, kopieren und so weiter. Für jemanden wie mich, der gerade erst ins akademische Milieu hinein sozialisiert wurde, war das wie eine Befreiung: ein weltbekannter Historiker, der einen wenig hierarchischen, kollegialen, bisweilen liebevollen Umgang mit seinen Mitarbeitern pflegte, von denen er freilich auch etwas verlangte. Für seine Sekretärin war dieser Stil allerdings nicht ohne Stress, denn sie wusste eigentlich nie genau, wem er wieder welchen Auftrag erteilt hatte und welcher davon Priorität besaß. Am einfachsten für sie waren seine Diktate (er pflegte seine Briefe anfangs noch zu diktieren, später schrieb er dann die Entwürfe auf dem PC).

Die Studentischen Hilfskräfte hatten die Aufgabe, Mommsens Hauptseminar zu begleiten, was auch die Anwesenheit während der Sitzungen einschloss (zumindest eine Hilfskraft pro Semester sollte als Begleitung dabei sein). Dies begann schon wenige Wochen vor Semesterbeginn mit der Aufgabe, einen bibliografischen Handapparat in der Institutsbibliothek zu erstellen, auf den die Studenten jederzeit zugreifen konnten; eine sehr zeitraubende Angelegenheit. Allerdings wurde man dadurch vorab intensiv mit der Seminarliteratur vertraut, und das war von Vorteil, wenn man als Begleiter des Hauptseminars selbst einen Schein erwerben wollte. Im Wintersemester 1992/93 nahm ich dann quasi in doppelter Funktion an Hans Mommsens Hauptseminar „Die NSDAP als faschistische Partei“ teil, aus dem später übrigens noch einer seiner wichtigen und viel zitierten Aufsätze (1995) hervorging. In der 5. Sitzung vom 17. November 1992 hielt ich mein Referat, das den umständlichen Titel „Die NSDAP als ,Führerpartei‘ in der Phase ihrer Neubegründung (1925/26). Die Geschichte der ,Arbeitsgemeinschaft der Nord- und Westdeutschen Gaue‘ (AG Nordwest) in der NSDAP und die Bamberger Führertagung vom 14. Februar 1926 als Paradigma der Durchsetzung des Führerwillens“ trug. Wieder hatte ich die Zeit seit Juli als Vorbereitung genutzt und mich zum ersten Mal überhaupt mit dem Thema „Nationalsozialismus“ befasst. Zu jedem der 13 Sitzungsthemen hatte ich einen maßgebenden Aufsatz oder eine ganze Monografie gelesen; für die vier letzten Sitzungen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs beispielsweise die damals einschlägige Habilitationsschrift von Dieter Rebentisch (1989).

Derartig mit Wissen vollgesogen, was es kein Wunder, dass meine Hauptseminararbeit jedweden Fokus vermissen ließ und ihr Thema auf insgesamt 90 Seiten auswalzte; kombiniert mit dem von Norbert Elias (1969, 1989) entwickelten figurationssoziologischen Ansatz, der allerdings nur in der Einleitung und am Schluss als theoretische Referenz darüber gestreut wurde, ohne dass er der Analyse systematisch zugrunde gelegen hätte. Irgendwann ließ Hans Mommsen im Rahmen der unmittelbaren Seminarvorbereitung dann fallen, das sei alles ein bisschen „länglich“ geraten, aber mein Referatsexemplar war komplett korrigiert, und ein kleiner A5-Zettel mit 11 Punkten, die ihm erwähnenswert schienen, war vor das Titelblatt geheftet. Als der Termin meines Referates nahte, hatte ich den großen Vorteil, dass die Sitzung eine Woche zuvor aus dem Ruder gelaufen war, weil der Referent seinen Text vorlesen wollte und Hans Mommsen ihn immer wieder mit der Aufforderung unterbrochen hatte, sich endlich vom Manuskript zu lösen und dem Seminar ein paar prägnante Hypothesen zu unterbreiten. Das Ganze hatte in Hans Mommsens Satz „Dann übernehme ich das eben selbst!“ geendet. Als die Reihe eine Woche später an mir war, trug er ein schlechtes Gewissen zur Schau, ließ mich gewähren und mein zweiseitiges Thesenpapier Punkt für Punkt ohne Unterbrechung vortragen.

Das gesamte Hauptseminar „Die NSDAP als faschistische Partei“ war wirklich innovativ, weil es Themen verhandelte, über die bisher kaum gearbeitet worden war, etwa die Arbeitsbereiche der NSDAP in den besetzten Gebieten (Nolzen 1997, 2012), die unvollständig erhaltene Denkschrift, die Gauleiter Karl Röver im Frühjahr 1942 für Hitler verfasst hatte (Rademacher 2000) und die als Hektografie im Historischen Institut vorhanden war, und die Dienststelle des Stellvertreters des Führers / Partei-Kanzlei, über die Peter Longerich (1992) gerade erst eine neue Monografie vorgelegt hatte, die das Seminar intensiv diskutierte. Das Ziel, den Forschungsstand kritisch zu rekapitulieren, wurde mehr als erreicht; einige der Seminararbeiten befinden sich heute noch in meinem Besitz, weil sie damals Neuland betraten. Generell waren Hans Mommsens Seminare etwas Besonderes, und das nicht nur, weil sie an einem Ort stattfanden, an dem es sonst keine geschichtswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen gab, nämlich dem Landesbanksaal im „Haus der Freunde“ der Ruhr-Universität Bochum, der etwa eine Viertelstunde fußläufig vom Campus entfernt lag und eine wesentlich gemütlichere (und rückengerechtere) Bestuhlung sein Eigen nannte, heute aber nicht mehr existiert. Diese Seminare hatten insofern eine ganz ureigene Atmosphäre, die einige Studenten als einschüchternd empfanden, andere als herausfordernd.

Hans Mommsens Hauptseminar „Die NSDAP als faschistische Partei“ bildete so etwas wie eine geschichtswissenschaftliche Initialzündung für mich. Ich entwickelte daraus meine Magister- und meine Doktorarbeit und bin dem Thema bis heute treu geblieben, jedoch ausgedehnt auf das, was ich als Gesellschaftsgeschichte des NS-Staates am Beispiel „NSDAP“ bezeichnen würde (Nolzen 2004). Ich bin deshalb versucht zu sagen, dass ich Hans Mommsen wissenschaftlich im Grunde genommen alles zu verdanken habe. Wenn man mit jemandem wie ihm eine lange Zeit so eng zusammenarbeitet, ihn also, bis auf die beiderseitigen Urlaubszeiten, über einen Zeitraum von acht Jahren fast jeden Tag sieht oder spricht, so verändert dies nachdrücklich. Für mich hieß das damals wie heute, sich intensiv mit seinem Werk zu beschäftigen und alles, was er neu schreibt und publiziert, zu lesen und sich kritisch anzueignen. Ich werde in den folgenden Memorabilien über Hans Mommsen versuchen, meine persönlichen Lektüreeindrücke zu schildern und diese aus meiner heutigen Perspektive zu systematisieren, verbunden mit persönlichen Erlebnissen, die ich mit ihm hatte. Wenn sich in den vielen Nachrufen eines gezeigt hat, dann das: von den vielen Facetten seines Werkes haben die meisten Journalisten und Kollegen, die in den letzten Tagen über ihn geschrieben haben, nur eine außerordentlich vage Vorstellung. Hans Mommsens Werk kritisch zu würdigen und es weiterzudenken, scheint mir ein lohnendes, wenn nicht gar für die NS-Forschung unverzichtbares Unterfangen zu sein. Damit seine Stimme, die nunmehr für immer verstummt ist, weiter hörbar bleibt. Denn er fehlt.

Referenzen

Burian, Peter: Die Nationalitäten in „Cisleithanien“ und das Wahlrecht der Märzrevolution 1848/49, Böhlau: Graz/Köln/Wien 1962

Cornelißen, Christoph: „Vereinigungs-Historikertag“ in Bochum? Zur Rolle des Verbandes der Historiker Deutschlands (VHD) in den Jahren 1989-1991, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 64 (2013), H. 3-4, S. 187-202

Elias, Norbert: Die höfische Gesellschaft. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie mit einer Einleitung: Soziologie und Geschichtswissenschaft, Luchterhand: Neuwied 1969

ders.: Studien über die Deutschen. Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, hg. v. Michael Schröter, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1989

Geist-Lányi, Paula: Das Nationalitätenproblem auf dem Reichstag zu Kremsier 1848/49. Ein Beitrag zur Geschichte der Nationalitäten in Österreich, Drei Masken Verlag: München 1920

Longerich, Peter: Hitlers Stellvertreter. Führung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Heß und die Partei-Kanzlei Bormann, K. G. Saur: München/London/New York/Paris 1992

Mommsen, Hans: Die Sozialdemokratie und die Nationalitätenfrage im habsburgischen Vielvölkerstaat, Europa Verlag: Wien 1963

ders.: Arbeiterbewegung und nationale Frage, Vandenhoeck&Ruprecht: Göttingen 1979

ders.: Die NSDAP als faschistische Partei, in: Das Scheitern diktatorischer Legitimationsmuster und die Zukunftsfähigkeit der Demokratie. Festschrift für Walter Euchner, hg. v. Richard Saage, Duncker&Humblot: Berlin 1995, S. 257-271

Nolzen, Armin: Die Arbeitsbereiche der NSDAP im Generalgouvernement, in den Niederlanden und in der besetzten Sowjetunion, in: Robert Bohn (Hg.): Die deutsche Herrschaft in den „germanischen“ Ländern 1940-1945, Steiner: Stuttgart 1997, S. 247-275

ders.: Die NSDAP, der Krieg und die deutsche Gesellschaft, in: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg; Bd. 9: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945, Teilbd. 1: Politisierung, Vernichtung, Überleben. Mit Beiträgen von Ralf Blank, Jörg Echternkamp, Karola Fings, Jürgen Förster, Winfried Heinemann, Tobias Jersak, Armin Nolzen und Christoph Rass. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hg. v. Jörg Echternkamp, Oldenbourg: München 2004, S. 99-193

ders.: Die Landesleitung Ostland der NSDAP: Strukturen, Funktionen, Praktiken, in: Sebastian Lehmann/Robert Bohn/Uwe Danker (Hg.): Das Reichskommissariat Ostland. Tatort und Erinnerungsobjekt, Schöningh: Paderborn/München/Wien/Zürich 2012, S. 147-169

Prinz, Friedrich: Hans Kudlich (1823-1917). Versuch einer historisch-politischen Biographie, Lerche: München 1962

Rademacher, Michael (Bearb.): Carl Röver. Der Bericht des Reichsstatthalters von Oldenburg und Bremen und Gauleiter des Gaues Weser-Ems über die Lage der NSDAP. Eine Denkschrift aus dem Jahr 1942, Book on demand: Vechta 2000

Rebentisch, Dieter: Führerstaat und Verwaltung im Zweiten Weltkrieg. Verfassungsentwicklung und Verwaltungspolitik 1939-1945, Steiner: Stuttgart 1989

Redlich, Joseph: Das österreichische Staats- und Reichsproblem, Bd. I (in 2 Teilbde.): Der dynastische Reichsgedanke und die Entfaltung des Problems bis zur Verkündigung der Reichsverfassung von 1861, Der Neue Geist: Leipzig 1920

Simon, Karlheinz: Die Stellung des österreichischen Reichstags zur deutschen Frage 1848/49, Diss. Köln 1953

Verhandlungen des österreichischen Reichstags nach der stenographischen Aufnahme, 5 Bde., Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei: Wien 1848/1849 (Neudruck 1970)